Winterliche Kochgefühle

Es ist draußen schon kalt (zumindest fast), die Abende sind länger, es wird gemütlich zu Hause. Nach den warmen Sonnenmonaten ist dann in der Küche auch wieder Zeit für Eintöpfe, Suppen und neue Backrezepte. Kochen ist mein Hobby, ich liebe es nach Rezepten zu suchen. Gerne nutze ich dafür Pinterest, eine prall gefüllte Quelle für Neu-Entdeckungen.

Da passt die Aktion Wohlfühlwinter gut zu meiner Stimmung. Schaut doch bei Jenny vorbei, ihr Blog Tulpentag veranstaltet mit 5 anderen Bloggerinnen/ Blogs diese frühwinterliche Aktion.

Winterzeit ist Eintopf-Zeit

Beim Einkaufen lasse ich mich oft vom Angebot inspirieren, schaue, was liegt beim Bauern aus. Und da sehe ich Wirsing, Grünkohl, Kürbis, ich mag das alles sehr gerne. Meine Wahl fiel auf den Wirsing. Der Wirsing ist vielseitig, weil die Blätter des Wirsing recht stabil sind, eignen sie sich zum Beispiel sehr gut für Kohlrouladen. Hier gibt es allerdings heute mein Rezept für Rahmwirsing. Kohl fällt ja bei der Zubereitung ziemlich in sich zusammen, daher kaufe ich immer 2 Kohlköpfe, manchmal habe ich dann Essen für 2 Tage, egal – Eintöpfe koche ich gerne in großen Portionen.

Herzhafter Rahmwirsing

Die äußeren, sehr dunklen Blätter entferne ich großzügig, ich verwende die hellen Blätter, befreie alle vom Strunk und schneide den Kohl mit einem großen Messer in 2-3cm schmale Streifen.

In einen großen Kochtopf gebe ich die gewürfelten Schalotten, den Speck und dünste alles in ein bisschen Butter an. Dann kommt der Wirsing dazu. Sobald alles einmal durchgerührt wurde, kommen ca 500ml Gemüsebrühe dazu. Bei mittlerer Hitze gart der Kohl gute 20 Minuten vor sich hin. Zur gleichen Zeit setze ich die Salz-Kartoffeln auf. Optimalerweise ist beides zur gleichen Zeit fertig. Die Kartoffeln können auch vorher schon gar sein, das ist egal, da sie ohnehin gestampft werden.

Ist der Wirsing weich und hat noch ein kleines bißchen Biß, dann ist er fertig. Salzen tue ich eher wenig, da die Speckstifte schon recht salzig sind, aber ich pfeffere gut. In den großen Topf kommt der erste Schwung des Kartoffelstampfs, alles schön verteilen, dann gebe ich einen guten Schuss Sahne dazu.

Ganz bewusst nehme ich süße Sahne, sie gibt dem kräftigen Kohl eine runde Note. Ab hier kann man jetzt entscheiden, ob man die restlichen Kartoffeln noch dazugibt oder nicht. Ich mache das nach Gefühl und Laune.

Viel Spaß mit diesem herzhaften Winterrezept, es passt hervorragend zu kalten Tagen, wenn es windet und man sich nach etwas Warmem sehnt. Und der Aufwand ist wirklich nicht groß.

Gutes Gelingen!


 

  1. Das sieht richtig lecker aus. Ich haderte je zu echt mit mir, ob ich statt des geplanten Rosenkohls einen Wirsing kaufe und das (ohne Speck) nachkoche…

    Liebe Grüße

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    1. Herzlichen Dank, Tabea. Wirsing ist ein kräftiger Kohl, der manchmal ein klein bisschen eine süße Note hat. Ich mag Wirsing, aber auch Spitzkohl, Grünkohl, dieses Rezept hier ist einfach nachzukommen und es schmeckt uns immer sehr gut. Wenn du Fragen bei der Zubereitung hast, feel free to ask. Natürlich geht es auch ohne Speck. Viel Spaß beim Kochen 🙂

      Liebe Grüße, Bee

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    1. Genau, garantiert kein großer Aufwand. Und ich finde es ist ein so typisches Wintergericht für kalte Tage. Ich mag Eintöpfe und Suppen sehr.

      Liebe Grüße, Bee

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  2. Oh das sieht ja richtig lecker aus und würde mich reizen ebenfalls nachzukochen, doch leider bin ich bei uns der einzigste der Wirsing mag 🙁
    Eintöpfe und Suppen mag ich ebenfalls sehr gerne und ich denke da kommt bestimmt bei Dir noch das ein oder andere.
    Das Rezept nehme ich allerdings trotzdem gerne mit :-).
    Danke für das Rezept gepaart mit schönen Fotos dabei die Appetit machen 🙂
    Liebe Grüße
    Andreas

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    1. Das haben wie hier auch schon mal, Blumenkohl mag ich gar nicht, daher gibt es das hier so gut wie nie.

      Suppen und Eintöpfe mag ich einfach sehr und liebe es auch neue Rezepte auszuprobieren, wobei das hier kein neues Rezept ist. Foodfotografie ist so ein spannendes Thema, wobei ich ja nicht wirklich gut bin, aber es macht mir Spaß und das ist wichtig. Leider gehört zu guter Foodfotografie oft auch eine Menge an Props, ich habe nicht viel und versuche mit meinen Mitteln auszukommen…

      Liebe Grüße, Bee

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  3. Wirsing ist die Standardbeilage zu Fleischgerichten im Bamberger Land.
    Als Kind dachte ich immer, wenn wir woanders waren und da z.B. nen Schweinebraten aßen, zu dem es dann KRAUTSALAT oder SAUERKRAUT gab, dass die Leute dort komisch sind. Warum essen die nicht, wie jeder normale Mensch Wirsing?
    Ich musste erwachsen werden und wegziehen, um zu kapieren, dass eigentlich die Bamberger komisch sind, weil sie ständig, permanent und zu allem Möglichen Wirsing essen 😀 Aber ich liebe ihn immer noch – und zwar so, wie er in Bamberg gemacht wird, als Beilage, so „dass man ihn nicht kauen muss“, wie ein hämischer Nicht-Bamberger es mal ausdrückte 😉
    Wer also Wirsing liebt, sollte nach Bamberg und dort Schweinebraten, Schäuferla, Ente o.ä bestellen.

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    1. Hier im Rheinland ist Wirsing auch sehr beliebt, allerdings gerät es hier etwas in Vergessenheit. Wo es gutbürgerliche Küche gibt, da wird auch Wirsing angeboten. Familien, die ihn auch zu Hause kochen, da gibt es nicht so viele, es gibt Menschen, die mich fragen, wie man einen Eintopf kocht – naja.

      Also, ich kenne viele Kohlarten und meine Favoriten sind der Wirsing und der Spitzkohl. Ich mag auch gerne Kohlrouladen oder auch Krautwickel genannt, könnte schon wieder loslegen mit Kochen und Fotografieren 😉

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  4. Hallo Bee und all,

    wir lieben Wirsing und kochen gerne damit. Zum Beispiel füllen wir ihn schon mal, statt des Weißkohls. Dann sollte man die „Wickel“ nur nicht zu groß machen, da der Wirsing ja schnell gar ist. Ich mag ihn sogar gerne, wenn er nur rel. kurz gedünstet und ohne Sahne und gut gewürzt ist.

    Spitzkohl ist derzeit auch öfter auf dem Speiseplan, wenn auch vorrangig als Salat. Ich nehme nach dem Essen immer etwas Kümmel zu mir. Im Gericht ist er ja schonmal zurückhaltender. Der Kümmel soll ja nicht in den Vordergrund und nicht jeder mag ihn.

    LG Hans

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    1. Hallo Hans,

      Ich bin mit Wirsing groß geworden, meine Mutter hat viel Gemüse gekocht und ich koche heute auch saisonal und nach Angebot. Weißkohl kenne ich ehrlich gesagt nur in Form von einem Salat, ich glaube, dass ich noch nie damit gekocht habe 🙂

      Das mache ich auch gerne, Kümmel zu Kohl, das passt sehr gut, da stimme ich dir voll und ganz zu. Es darf nicht zu dominant sein, aber ich mag Kümmel auch so. Es macht den Kohl deutlich verträglicher. Ich gebe Kümmel auch in meine Gulaschsuppe, auch wenn da kein Kohl drin ist 😉

      Herzliche Grüße, Bee

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      1. Hallo Bee,

        Kümmel an die Gulaschsuppe ist gut.
        Wir haben für Gulaschsuppe (o. Gulasch) immer Knoblauchzehe, Zitronenzeste, Kümmel erst etwas klein gehackt und dann mit etwas Salz mit der flachen Messerklinge zu einer Paste verrieben. Das geht bestimmt auch im Mörser. Das zu den anderen Gewürzen dazu. Hmm lecker. Den Kümmel danach nehme ich auch, damit sich Kohl und Magen vertragen.

        Lieben Gruß Hans

      2. Hallo Hans,

        Knoblauch kommt bei mir auch an Gulasch/suppe, Kümmel auch, aber Zitronenzeste kenne ich in dem Zusammenhang nicht, versuche ich aber gerne mal. Wunderbar so als Paste verarbeitet, eine tolle Idee. Vielen Dank!

        Liebe Grüße, Bee

  5. Wenn das mal nicht zu #Wohlfühlwinter passt 🙂 Ich hab ehrlich gesagt erst einmal Wirsing gegessen… Dabei ist das so ein tolles Gemüse. Ich sollte unbedingt mal wieder was damit machen. 🙂
    Lieben Gruß,
    Jenny

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    1. Es freut mich, dass es dir gefällt, Jenny. Deine Aktion hat mich sofort angesprochen. Ich würde auch gerne öfter Grünkohl (auch so ein typisches Wintergemüse) kochen, aber das mag außer mir keiner in der Familie.

      Vielleicht machst du bald noch einmal eine Aktion, es hat Spaß gemacht.

      Herzliche Grüße, Bee

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  6. Momentan will ich auch mal für mich neue Kochversuche starten. Einfach aus dem Grund heraus, dass nicht immer das gleiche auf dem Teller landet. Wirsing wäre eigentlich nicht so mein Favorit. Aber so gut wie du ihn in Szene gesetzt hast, da denke ich mir, ach kannste ja eigentlich zumindest mal ausprobieren. Wenn es dann noch schnell geht und keine riesige Vorbereitungszeit braucht, passt das ja.

    Ich hatte mal Wirsingchips gekauft, die fand ich tatsächlich echt lecker. Ach, vielleicht probiere ich dein Rezept wirklich mal aus.

    Lieben Gruß, nossy

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    1. Das kenne ich, liebe Nossy. Ich möchte auch nicht immer das Gleiche kochen und suche oft nach Rezepten. Wirsing ist lecker, die äußeren Blätter würde ich immer entfernen, da sie schon kräftig schmecken können. Gerade wenn man es etwas sanfter mag und nicht häufig Kohl ist 🙂

      Und versprochen, es ist wirklich nicht schwierig. Den Kohl schneiden, Kartoffeln schälen, stampfen das ist es fast. Trau dich mal ran und sag mir doch, ob es dir geschmeckt hat. Ich würde mich freuen.

      Herzliche Grüße, Bee

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    1. Es wird Zeit 😉 ich glaube auch, dass es regional bedingt nicht so bekannt ist. Hier siehst du es überall auf Märkten oder beim Bauern. Kohl mag ich sehr gerne, gerade als Eintopf. Das ist die Richtung gutbürgerliche Küche, das muss man mögen. Bei uns kommt es auf jeden Fall immer gut an

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      1. ach, bei uns gibt es das schon auch immer wieder zu kaufen. im supermarkt vielleicht nicht immer-immer, aber auf märkten eigentlich schon. es stimmt aber, dass bei uns nicht soooviel damit gekocht wird. bei uns wird das „kraut“ ja eher anders verarbeitet.

  7. Yummy…. Da bekomm ich grad hungääär…. Schreib eh grad n Einkaufszettel, da kommt mir dein Rezept unter die Augen! Dankeschön!! Kommt morgen auf den Tisch! Bei solchen Bildern auch gar nicht anders möglich :o)

    Liebe Grüße sende,
    Britta

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    1. Das freut mich, liebe Britta. Winterzeit ist Zeit für Eintöpfe, und Kohl finde ich einfach nur lecker und vielseitig. Sag doch mal Bescheid, wenn du es nachgekocht hast. Schön, dass ich dich inspirieren konnte.

      Herzliche Grüße, Bee

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  8. Liebe Bee,

    ich esse irgendwie viel zu selten Kohl, aber du hast mich mit diesem einfachen Rezept daran erinnert, es bald mal wieder zu tun! Kartoffelstampf mag ich generell sehr gerne und Speck dazu auch. Kommt also rauf auf meine Kochliste!

    Danke für deinen leckeren Beitrag zu unserem Blogevent!
    Liebe Grüße
    Marileen

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    1. Liebe Marileen,

      Wirsing ist ja auch nicht so ein Superfood und somit nicht in aller Munde 😉 obwohl es viele Gutes in sich hat. Du kannst den Anteil Kartoffeln bei diesem Gericht variieren, wenig und es ist sehr kohlig oder mehr Kartoffeln, das mag ich eher, denn auch ich bin ein Fan von Kartoffelstampf. Auf jeden Fall ein klassisches Wintergericht und passend zu eurer Aktion.

      Herzliche Grüße, Bee

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  9. Ich liebe Suppen und Eintöpfe. Probiere mich gerade durch ein Kochbuch „Eintöpfe aus aller Welt“ durch. Gerade in der kalten Jahreszeit schmecken sie gleich noch ein bißchen besser 🙂
    Wünsche dir noch eine schöne Adventzeit
    Lg
    Nila

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    1. Oh ja, fremdländische Eintöpfe habe ich auch schon mal im Visier. Ich hatte neulich schon Guinness Stew ausprobiert, absolut fantastisch. Eintöpfe sind auch für mich etwas für die kalte Jahreszeit, es wärmt so richtig schön durch. Deftige Suppen liebe ich auch, vielleicht das nächste Rezept hier, eine Suppe 🙂

      Herzliche Grüße nach Österreich, liebe Nila

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  10. Mit Kartoffelstampf drinnen, kannte ich noch gar nicht. Ich hab bisher immer eine Bechamel gekocht.

    Ich probier das mal mit den Kartoffeln aus, sieht auf jedenfall leckerer aus, als nur mit Sahnesauce 😀

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    1. An viele Gemüseeintöpfe gebe ich Kartoffelstampf, nur hier mit Sahne, ansonsten nur die Kartoffeln. Zum Beispiel Möhreneintopf oder auch Spitzkohl 🙂

      Béchamel mache ich auch gerne zu Gemüse, aber zu Kohlrabi oder Spargel. Hier im Rheinland hast du ein Gericht, das 50km entfernt schon ganz anders gekocht wird als ich es kenne. Finde ich spannend, auch so etwas wie Kartoffelsalat, jeder macht es anders 😉

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