Süßer die Glocken…

Gestern Abend war es endlich soweit, das Weihnachtskonzert. Meine Tochter war ziemlich nervös, somit waren wir dann auch sehr früh – 30 Minuten vor der Zeit – zum Einsingen zwei Ortschaften weiter. Nach einer nicht so einfachen Parkplatzsuche, saßen mein Mann und ich voller Erwartung genau eine Stunde vor Konzertbeginn in der Kirche. Das Orchester stimmte sich ein, die Kirche füllte sich zunehmend. Anfangs saßen wir noch alleine in unserer Bank, die zum Glück ziemlich weit vorne war (da zahlt es sich einfach aus früh vor Ort zu sein). Dann gesellten sich eine Mutter mit einem 4-jährigen Mädchen dazu und später noch eine 3-köpfige Familie, unsere Bank erinnerte bildlich und auch gefühlt an Bockwürste im Glas. Nach 40 Minuten des Wartens bekam ich schon die ersten Rückenschmerzen, sich bewegen war ja kaum noch möglich. Die Kirche war restlos voll.

Ja, jetzt ging es los, mit „Thank you for the music“, vorgetragen vom Schulorchester, wurde der Abend eingeleitet. Diesem gelungenen Start folgten ein paar Worte der Begrüßung durch den Schulleiter. Nun wechselten sich 2 Chöre und das Orchester ab, und es gab auch Lieder zum mitsingen für uns. Ich singe gerne und fand es zauberhaft auch teilzuhaben, die Musik schaffte eine weihnachtliche, geradezu traumhafte Atmosphäre. Meine Tochter hatte einen kleinen Solopart. Und – auch wenn es voreingenommen klingt – sie hat eine klare, wunderschöne Stimme und ihres war das beste Solo. Der „kleine“ Chor war in weiß gekleidet, der „große“ Chor und das Orchester in schwarz, die Bühne war stimmig ausgeleuchtet – es war so harmonisch und warm. Nach guten 90 Minuten war es leider vorbei, einerseits schade, andererseits tat mir nach diesen 2 1/2 Stunden auf der Kirchenbank alles weh.

Die Zuschauer honorierten mit minutenlangem Beifall diese herausragende Performance der Kinder. Der Beifall war aber noch steigerungsfähig, der Schulleiter bedankte sich bei den Musiklehrerinnen der Schule, die einen vorweihnachtlichen Musikabend gezaubert hatten. Die Schüler und Zuschauer klatschten und stampften für diese 3 Damen. Es hat mich richtig berührt, wir nahmen pures Weihnachtsgefühl und natürlich auch Stolz mit auf den Weg nach Hause.

Nächstes Jahr kommen wir wieder. Alle Jahre wieder!


 

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