Stativ und Graufilter

Wer hier regelmäßig liest bzw gelesen hat, stellt wahrscheinlich fest, dass der Workshop 06 zu den Visuellen Werkzeugen auf dem Blog fehlt. Die Umsetzung des Themas „Mit den Einstellungen spielen“ fiel in meine Auszeit und wird in den nächsten Wochen nachgereicht, fertig ist der Beitrag schon.

Belichtungszeit ab 1/60s

Die siebte Aufgabe hat ein schönes Thema, Langzeitbelichtungen – alles ab 1/60s. Also bewegte ich mich in den letzten Tagen in Belichtungszeiten ab 1/60s und langsamer. Das ist keine leichte Freihandübung mehr, meine Hand ist ruhig und ich kann 1/60s noch gut halten, aber wenn ich stehe, wackele ich dabei und das gibt dann schon eine Unschärfe.

Diese Frage stellt sich einem, ab wann wird es interessant lange zu belichten? In meinem heutigen Fokus geht es darum Bewegung einzufangen und den Bewegungsablauf zu zeigen. Ich war im Garten als es windig war, aber da müssen schon Belichtungszeiten von mehreren Sekunden her, dann sieht man die sich bewegenden Äste und Blätter im Wind.

Langzeit heißt in diesem Fall auch immer mit Stativ unterwegs sein, und bei mehreren Sekunden auch mit einem Graufilter fotografieren. Ich bleibe draußen immer bei ISO 100 und habe ganz schnell ab 1/15s Zeichen von Überbelichtung, ich könnte natürlich die Blende schließen, aber dann kann ich nicht mehr so mit Vordergrund und Hintergrund spielen.

Meine Bilder vom Golfputt sind innen aufgenommen mit ISO 800, Stativ und einer Belichtungszeit von 1/20s mit Blende f/4.0. Und ich habe viele Serienaufnahmen benötigt um die Bewegung genau so zu zeigen. Bei solchen Bewegungsbildern bieten sich Serienaufnahmen geradezu an, bei 5-6 Bildern einer Serie ist meist eines dabei, das man gebrauchen kann. Die Idee, die Bewegung des Golfschlags einzufangen hatte ich schon lange, denn die Puttingmatte liegt eigentlich immer aus und wird gerade im Herbst/Winter gerne genutzt.

Langzeit, auch mal klassisch

Langzeitbelichtungen zählen natürlich zu den Klassikern, wie der samtweiche Fluß von Wasser mit 30s belichtet. Oder auch diese Aufnahme in Dunkelheit mit ISO 400, Blende f/10 und 15s und natürlich einem Stativ. Auch bei 15s ist das Wasser schon schön samtig. Nachtaufnahmen finde ich faszinierend. Da bietet sich der kommende Winter ja zum Fotografieren an.

Resümee

Für mich hieß es, wissen, was will ich für ein Bild produzieren. Manchmal war es auch frustrierend, weil es mir einfach an Ideen fehlte, zumal ich immer noch nicht so viel Zeit habe, wie ich gerne hätte. Ich merke, ich bin etwas aus der Übung.

 

Birgit hat auch lange belichtet und sicherlich eine bessere Ausbeute als ich erzielt, zu ihr geht es über den Klick auf das Bild.

 

 

 

Unsere Gruppe hat Zuwachs bekommen, Manuela, die Lichtpoetin macht ab jetzt mit, ich freue mich wirklich. Herzlich willkommen! Auch hier bitte auf das Bild klicken und ihr gelangt zu ihrem Beitrag.

 

 

  1. Das mit dem Golf ist ja eine gute Idee gewesen! Da wäre ich nie drauf gekommen, aber mir fehlt auch der Bezug dazu.

    Auch die Bea ist besonders, sieht ein bisschen aus wie aus einem Comic.

    Ich finde es auch spannend, dass die Kugel wohl so lange da lag, dass sie noch gut zu sehen ist und dann die rote Spur vor ihr zu sehen ist von der Bewegung. Interessant, wie solche Bilder dann aussehen können.

    Da man aber auch bei dem bewegten Bild noch erkennt, worum es sich handelt, würde ich das immer vorziehen, weil es einfach lebt. Man sollte vielleicht öfter mal Belichtungszeiten nutzen, bei denen ein bisschen Dynamik in die Bilder gezaubert wird. Statisch wirkt es im Gegensatz dazu doch sehr langweilig.

    Herzliche Grüße, Birgit

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    1. An der Idee mit dem Golfschlag sitze ich schon lange, alle Versuche bis jetzt waren leider nichts. Und wie du schon richtig erkannt hast, ich habe mit Topaz bearbeitet 😉 Der Ball liegt da bis der Schläger auf ihn trifft, richtig, der Ball ist bei dem Prozeß der, der am längsten unbewegt ist. Es war mir wichtig zu zeigen, dass das bewegte Bild durchaus Wiederkennungswert hat, daher auch die Ruheposition zum Vergleich.

      Es hat wieder Spaß gemacht 😀

      Liebe Grüße, Bee

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  2. Haha ich musste gerade so lachen, denn als es gestern stürmte ohne Ende, habe ich genau das Gleiche gemacht, : Stativ aufgebaut, grau Filter angeschraubt und laaange belichtet.

    Die Idee mit dem Golf Schlag ist schon cool, aber das an der Straße muss ich auch mal machen, jetzt wo ich passende Brücken zur Verfügung habe.

    Liebe Grüße

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    1. Mir ging es letzten Herbst auch schon so, stürmisch, da muss man einfach raus für Langzeitbelichtungen. Weiches Wasser finde ich immer noch faszinierend, Flüße bieten sich da an, allerdings ist auch ein guter Punkt wichtig, wo man sich mit der Kamera positioniert. Viel Glück dabei, ich bin gespannt 🙂

      Liebe Grüße

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  3. ich mag langzeitbelichtungen total gern, obwohl ich sparsam mit ihnen umgehe(n muss), da ich selten mit stativ unterwegs bin. meist mache ich nachtaufnahmen auf städtetrips (oder ich versuche es zumindest, haha). graufilter und wasser sind meine lieblingstagskombi. ein feld der unendlichen spielvarianten.

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    1. Ich habe auch selten ein Stativ dabei, obwohl meins recht leicht ist. Langzeitbelichtungen sind toll, ich liebe sie, ich habe noch einige Pläne diesbezüglich, auch Nachtaufnahmen. Das nächste Thema der Visuellen Werkzeuge wird dann für mich schwieriger, Bewgung mitziehen, habe ich noch nie gemacht… mal sehen 😀

      Liebe Grüße

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  4. Hach…mein Stativ verstaubt leider…das ist nicht in Ordnung…Danke für die Inspiration. Komm gut in den November! LG Lotta.

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    1. Ganz ehrlich, bei mir auch. Ich nehme das Stativ selten, allerdings nehme ich es gerne für Food, das gelingt mir mit Stativ deutlich besser 🙂 Da muss ich es ja zum Glück nicht mit mir rumtragen. Die Aufgaben von DuChemin sind wirklich sehr gut, ich mache da mit, auch wenn ich die Workshops teils aufwändig finde.

      Liebe Grüße, Bee

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  5. Ich habe bei dieser Übung auch eins mitgenommen…man tut sowas viel zu selten. Dynamische Bilder mit Action und Leben haben ja was tolles. Obwohl der Golfball deutlich zu erkennen ist, hat das Bild so was Abstraktes. Und das macht ja auch dieses Buch für mich aus und warum ich gerne mitmache. Man versucht mal was anderes. Freuen wir uns auf weitere Herausforderungen.

    LG Manuela

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    1. Vielen Dank, Manuela. Das Buch hat anspruchsvolle Aufgaben, es geht wirklich um das Handwerkszeug des Fotografen und schafft eine Basis an Wissen und Technik, daher stelle ich mich diesen Aufgaben gerne. Auch wenn ich manchmal denke, schaffe ich nicht oder kann ich nicht. Alleine der Prozess, dass ich mich mit dem Thema auseinander gesetzt habe, ist viel wert.

      Liebe Grüße, Bee

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