Reisen, das heißt es für mich

Nun nehme ich schon das zweite Mal an einer Blogparade bei Thomas und Melanie teil. Die beiden haben einen „großen“ Reiseblog, gerade USA-Reisende bekommen hier einiges an guten Tipps geliefert. Meine erste Teilnahme drehte sich um Fotografie im Urlaub und dieses Mal gefiel mir das Thema „Welcher Reisetyp bin ich?“ auch so gut, dass ich etwas beitragen möchte.

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Rückblick

Ich hole zeitlich etwas aus, weil ich glaube, dass das Reisen als Kind mit den Eltern einen prägt. Entweder ist es so schlimm, dass man es genauso nicht machen möchte. Oder die Urlaube sind einfach nur toll.

Meine Eltern sind absolute Individual-Reisende. In der ganzen Zeit, die ich mit meinen Eltern gefahren bin sind wir nie mit einem Veranstalter in den Urlaub gefahren. Und wir sind mindestens 2 mal pro Jahr verreist. Unser erstes Mal USA, da war ich gerade 14 – es gab kein Internet. Meine Mutter hat sich Hotelverzeichnisse und Kartenmaterial im American Bookcenter in Frankfurt bestellt. Wir haben gestöbert (etwas für die ganze Familie) und als wir dann eine Auswahl hatten, haben wir in den Hotels angerufen und reserviert. Heute kaum denkbar, oder?

Pauschal

Bis jetzt habe ich genau 2 mal einen Urlaub bei einem Veranstalter gebucht. Einmal ging es für 3 Tage nach London und zum anderen für eine 1 Woche in die Türkei nach Bodrum. London war toll, das Hotel war schön, die Lage top, wir waren ganz schnell mit dem Bus in der Innenstadt, auch das Zimmer und das Frühstück waren absolut ok. Dann das Desaster: Bodrum. Über eine Flugzusammenlegung wurden wir nicht informiert, der Flug startete 4h später als geplant. Das Hotel (5 Sterne) war alt, das Essen miserabel. Zurück kam ich mit 8h Verspätung in Köln an. Das war es für mich.

Heute, bitte individuell

Heute reisen wir als Familie. Das war schon eine Umstellung zu Reisen in die Weinberge mit abendlichen 7-Gänge Menüs oder Städtereisen. Ich buche die Hotels ausschließlich selbst und verlasse mich auch nur in den seltensten Fällen auf Empfehlungen durch Freunde. TripAdvisor, Holidaycheck und auch Blogs sind da für mich ausschlaggebend. Auch ausgiebiges Recherchieren konnte uns nicht vor einem echten Fehlgriff schützen. Man lernt eben nie aus.

Meine Vorlieben

Es gibt Sachen, die ich gar nicht mag, wenn es um das Thema Reisen geht. Zum Beispiel: Campen, das ist für mich keine Erholung und den Reiz kann ich auch nicht nachempfinden. Sehr zum Leidwesen meines Mannes. Richtiges Wandern, auch als ich noch keine kaputte Hüfte hatte, ist irgendwie nicht so mein Ding.

Für mich heißt Urlaub: Erholung und Entspannung. Wobei ich überhaupt nicht der Strand-Griller bin. Wenn ich an den Strand gehe, dann nur für max 2 Stunden und dann laufe ich den Strand entlang. Ich brauche eine Mischung aus sich erholen und etwas unternehmen können.

Ganz ehrlich, ich bin super pingelig was Hotels angeht. Da ich unsere Reisen plane und buche, schaue ich nach Hotels, die einiges zu bieten haben. Das wichtigste sind mir sehr gute Betten, selbst in Luxus-Hotels nicht unbedingt ein Standard. Eine richtige! Bar im Hotel, einen Pool, ein großer Loungebereich – das hört sich dekadent an, ich weiß. Ja, ich lasse mich gerne verwöhnen und genieße diesen Luxus.

Ich bin ziemlich spontan und flexibel. Ich behaupte einfach mal, ich bin jederzeit bereit wegzufahren, auch spontan. Meistens buche ich nicht weit im Vorhinein. Unseren kommenden Urlaub musste ich langfristig planen, das macht mir auch Spaß, wenn es viel zu organisieren gibt und unterm Strich dann alles klappt.

Reisen und Urlaub – immer gerne.


 

  1. Moin Bee,

    vielen Dank für Deinen Beitrag zu unserer Blogparade. Toll, dass Du wieder dabei bist.

    Bei Hotels legen wir, auf unseren Roadtrips, nur Wert auf Sauberkeit und sonst ist einfach angesagt. In der Regel sieht das so aus, das wir am Abend dort ankommen, die Klamotten auf das Zimmer bringen, Essen gehen (nicht im Hotel), schlafen, aufstehen, Duschen usw., Klamotten wieder ins Auto und weiter. Dafür reicht uns dann meist ein einfaches Hotel. Die Betten dort sind dann oft – spannend. Von total durchgelegen bis Top hat man alles dabei.

    Bei Städtetrips oder wenn wir mal an einem Ort länger verweilen, dann sieht das ein wenig anders aus. Da suchen wir dann auch schon mal gezielt nach Hotels mit besserer Ausstattung und Lage. Da darf es auch gerne mal ein wenig Luxus sein.

    LG Thomas

    PS: Danke für die Bezeichnung „großer Blog“ – Huihuihui… 😉

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    1. Hallo Thomas,

      doch, das passt schon mit dem großen Blog 😉

      Danke für deinen Kommentar, ich bin halt ganz ehrlich gewesen und weiß, dass andere da ganz anders verreisen und auch auf ganz andere Sachen Wert legen. Mein Problem mit Betten ist irgendwann mal in Holland entstanden, da waren die Betten so schlecht, dass ich abends nicht mehr ins Bett wollte und nach dem Urlaub völlig fertig war, weil ich nicht schlafen konnte.

      Liebe Grüße, Bee

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  2. Meine Eltern sind mit uns auch immer individuell unterwegs gewesen. Wir sind oft nach Ungarn und Schweden gefahren. Immer Ferienhäuser, die wir vor Ort von privat gemietet haben.

    Ich mag auch Camping. Ich brauche nur ein Auto und ein Zelt. Mein Mann sieht das leider etwas anders. Vermutlich werde ich den nächsten Urlaub dann alleine beim Zelten verbringen. Oder mit meiner besten Freundin mit Zelt und Schlafsack im Gepäck durch Masuren fahren.

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    1. Ich beneide Leute, die Spaß dran haben zu campen. Es vermittelt so einen Eindruck von Freiheit. Aber es ist einfach nichts für mich, mein Mann hingegen mag es zu campen. Ich bin da eher der langweilige Urlauber. Unspektakulär, ich weiß 🙂

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  3. Hallo Bee,
    wir sind auch etwas pingelig, was Hotelzimmer oder Ferienwohnungen angeht. Sauberkeit ist neben guten Betten höchstes Gebot. Ich sag mal so, wenn es drauf ankäme, würden wirlieber ein zwei Nächte weniger bleiben, als in einem Hotelzimmer, in dem wir uns nicht wohl fühlen und keinen Schlaf bekommen.

    Wir haben es schon fertig gebracht, dass wir eine Ferienwohnung gebucht hatten (war eine Empfehlung) und die war so schmuddelig und die Betten so schlecht, dass wir nach einer Nacht wieder abgereist sind. Nach manchem Hin und her, brauchten wir die Nacht auch nicht bezahlen und die Eigentümer der Wohnung kamen über den Handel an eine neue Wohnungsverwaltung.

    Lieben Gruß Hans

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    1. Hallo Hans,
      Ich bin auch der Typ – lieber weniger dafür Qualität. So erhole ich mich auch im Urlaub und ärgere mich nicht. Ich bin auch schon abgereist, weil es einfach nicht meinen Erwartungen entsprach. Auch wenn ein Zimmer nicht ok ist, ich sage das, denn ich will den Ärger nicht mit mir rumtragen im Urlaub.
      Vielen Dank für deine ehrlichen Worte.
      Liebe Grüße, Bee

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  4. Sehr schöner Beitrag! Ich glaube wir beide würden uns beim reisen wunderbar ergänzen!! Ich hab mich sooo oft wiedergefunden. Allein die Türkei-Geschichte… Wer auch immer diesen Bunkern 5 Sterne gibt. Ich war auch mal dort (vor 12 Jahren – wow ist das lange her) und hab ähnliche Erfahrungen gemacht. Ich bin inzwischen an nem Punkt angekommen, wo ich nur noch mit der Familie zusammen Ferienhäuser buche. Wenn möglich standnah und Einsam. Denn genau das bedeutet Erholung für mich. Ein All-inclusive Urlaub kommt für mich nicht in Frage!!

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    1. Schön, dass du das ähnlich siehst. Ich bin für Pauschalurlaub nicht geschaffen, das liegt vielleicht daran, dass ich kein Mensch für die Masse bin. Dieses Jahr haben wir dass erste mal ein Haus gemietet, ich bin echt gespannt. Es ist nicht mehr lange …..
      Bis vor 2 Jahren wollte meine Tochter immer auf andere Kinder im Hotel treffen, das ist jetzt vorbei, jetzt wird gechillt 😉

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  5. Liebe Bee,

    sehr schöner, kompakter Post – da ist alles drin.

    Ich bin auch kein All Inclusive Typ und sehe es ähnlich wie du: Wenn man Urlaub macht, dann soll man sich’s gut gehen lassen und sich auch was gönnen. Mir reicht ein schönes komfortables Hotelzimmer oder eine Ferienwohnung. Wenn dann noch das Meer in Sichtweite ist, dann ist alles perfekt.

    Liebe Grüße

    Rosa

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    1. Liebe Rosa,

      Urlaub soll ja auch etwas schönes sein. Man will ja nicht im Urlaub schlechter leben als zu Hause. Ich möchte mich nicht ärgern, dass es zu klein, zu dreckig oder sonst was ist.
      Meer ist was tolles, finde ich auch 🙂

      Liebe Grüße, Bee

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  6. ich werde bei der parade auch teilnehmen, der beitrag ist schon fertig und lustig – auch meiner orientiert sich etwas an dem, was ich als kind an reisen erlebt habe. bei einigen dingen kann ich mich da sehr gut mit dir identifizieren. bei mir muss es zwar nicht ganz so viel zu bieten haben, aber sauber! wenn es dreckig ist, fremde haare rumliegen, staub, irgendwelches krabbelgetier oder schimmel in den nassräumen, igittttt.

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    1. Da bin ich mal gespannt, Paleica. Ich bin unheimlich empfindlich was Hotels angeht. Mein Mann kriegt manchmal die Krise mit mir 🙂

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