Neue Ernährungs-Wege

Über Ernährung bzw Nahrungsmittel weiß ich eine Menge, ich lese sehr viel dazu und habe das auch hier schon mehrfach thematisiert, was mir besonders am Herzen liegt und nach welchen Regeln ich mich ernähre. Das Konzept heißt Clean Eating, wobei ich da auch individuell interpretiere und mich nicht dogmatisch an Vorgaben halte, es muss auch für mich umsetzbar sein und Spaß machen.

Meine Ernährung bis jetzt

Auch wenn ihr das schon öfters bei mir gelesen habt, grob umrissen habe ich mich an das Folgende gehalten

– wenig Fleisch, nur Bio oder aus kontrollierter Aufzucht
– Obst und Gemüse, ebenfalls Bio
– wenig Milchprodukte
– wertvolle Fette
– wenig Zucker
– Brot, Nudeln aus Vollkornmehl

In der Umsetzung war es schwierig anfangs den Zucker stark zu reduzieren, doch ist man erst einmal durch die Entwöhnung durch, ist es wirklich einfach. Ich benutzte sehr viel Olivenöl, gehärtete Fette gibt es nicht bei uns. Viel Fleisch essen wir nicht, und ich kaufe Fleisch bei einem Bauern in der Nähe.

Leider habe ich einen sehr empfindlichen Magen und habe daher kaum rohes Obst oder Gemüse gegessen, meine Erfahrung mit Juicing ruft bei mir heute noch Schmerzen hervor. Der echte Knackpunkt war für mich immer die Milchprodukte, ich esse keinen Fleisch-Aufschnitt und habe daher sehr gerne zu Käse gegriffen, und ich bin ganz ehrlich für meinen Kaffee habe ich keine Alternative zu Kuhmilch gefunden. Und ich habe viel probiert, ich trinke maximal 2 Kaffee pro Tag, aber mit viel Milch.

So viel zur ehrlichen Beleuchtung meiner Ernährung bis vor Kurzem.

Und dann ruft die Leber

Trotz meiner gar nicht so schlechten Ernährung spielen meine Leber und die Gallengänge verrückt und ärgern mich. Und um schon mal vorwegzugreifen: nein, ich trinke nicht viel Alkohol. Das höchste der Gefühle sind 2-3 Gläser Rotwein pro Monat.

Seit 3-4 Jahren habe ich Probleme, teils so schlimm, dass ich ins Krankenhaus komme. Im Rahmen vieler Untersuchungen werde ich immer auf die Ernährung angesprochen. Immer auf der Suche nach einer Lösung kam mir neulich die Idee mal zur Leber zu recherchieren, es ist unser großes Reinigungsorgan, das sich zum Glück regenerieren kann.

Also suchte ich und bin auf ein ganz tolles Buch gestoßen. Zum Thema Leberreinigung gibt es ein paar Bücher, bewusst habe ich mich gegen das Buch von Nicolai Worm entschieden, dahinter steckt mir zu sehr eine Vermarktungsmaschine. Also wärmstens empfehlen kann ich Das Leber-Reinigungs-Programm von Sandra Cabot, verschlungen in wenigen Stunden. So eröffnete sich mir doch einige Erkenntnisse in Bezug auf die leberfreundliche Ernährung, ich lag schon ganz gut, aber eben nicht richtig.

Jetzt esse ich so

Ein Kardinalfehler waren die nicht kleinen Mengen an Fett, ich habe nicht darauf geachtet wieviel ich zu mir genommen habe. Ich habe die Menge an Öl erheblich reduziert und nehme nur noch ganz wenig. Fleisch ist ohnehin bei uns nicht häufig auf dem Tisch, allerdings ist scharf angebratenes Fleisch nicht gut, ebenso geräuchertes. Komischerweise mochte ich Geräuchertes noch nie.

Um Zucker zu vermeiden würde ich niemals zu Zuckeraustauschstoffen greifen. Aber das Buch sagt, wer gerne etwas Süßes essen mag, soll wertigen Imkerhonig nehmen. Und ich muss sagen, der ist so lecker, ich habe einen Imker im Ort gefunden, es ist ein Geschmackserlebnis. Ich mache mir manchmal ein Brot damit.

Brot kaufe ich fast ausschließlich beim Bäcker und es ist aus Vollkornmehl, ich mache auch schon mal eine Ausnahme und gönne mir ein Baguette, wenn ich Lust drauf habe – ganz ohne Vollkorn. Und jetzt wieder zu meinem Schwachpunkt: die Milchprodukte. Auch für die Leber sind sie nicht gut, ich habe es selbst gemerkt in Phasen, wo es mir mir nicht gut ging. Käse konnte ich wider Erwarten gut streichen vom Plan, ersetzt habe ich ihn durch pflanzliche Aufstriche. Unser Bioladen hat eine tolles Angebot.

Ich suche händeringend eine Alternative für Milch im Kaffee, habt ihr Empfehlungen? Alternativen, die ich bis jetzt ausprobiert habe: Soja (ungesüßt, NICHT lecker; gesüßt geht es gar nicht), Haferdrink (super lecker im Tee oder Müsli, aber nicht im Kaffee), Mandelmilch (zu süß im Kaffee, dafür aber lecker in Shakes mit Obst), Soja-Reisdrink (so gerade noch ok, aber der Kaffee schmeckt einfach nicht damit).

Für die Leber ist rohes Obst und Gemüse wichtig, ich taste mich mit Vorsicht an das Rohe heran. Momentan bin ich bei täglich einem großen Apfel, einer Paprikaschote und einer Möhre oder Gurke, mehrfach wöchentlich gibt es einen bunten Salat aus Wildkräutern. Meine Lieblingssorte bei Äpfeln ist übrigens Wellant, ein wahnsinnig leckerer Apfel, nicht zu süß. Ich bin überrascht, ich vertrage die Rohkost ganz gut, nur spät abends bekommt mir Rohes nicht gut.

Dieses Prinzip umfasst natürlich noch mehr als das, was ich hier genannt habe. Wenn ihr Fragen dazu habt, könnt ihr mich gerne in den Kommentaren oder per Mail kontaktieren.

Das bisherige Resümee

Meine Ernährung habe ich vor gut 8 Wochen umgestellt und habe auf jeden Fall schon eine echte Verbessung erzielt. Das Buch sieht eine 8-wöchige Reinigung vor, ich jedoch habe mir die Grundregeln genommen und meine Ernährung dementsprechend angepasst, nicht als Kur sondern als Langfristmaßnahme. Esse ich keine Rohkost, merke ich das sofort. Ich hoffe sehr, dass mir die Leber mit dieser Umstellung gut gesonnen ist.

Ich freue mich auf Tipps zum Milchersatz! Vielleicht finde ich ja mit eurer Hilfe doch noch etwas.


 

  1. Liebe Bee,

    auch ich habe schon so viel Milchersatz im Kaffee ausprobiert und fast alles schmeckt einfach nicht. Ich finde, dass der Kaffee dann nach Müsli schmeckt Was für mich einigermaßen geht, ist der Haferdrink Classic von Kölln. Falls Du den Kaffee süß magst, schmeckt auch der Sojadrink Vanille von Edeka sehr lecker. Da brauche ich dann auch nicht viel. Schmeckt auch mit Kakao sehr lecker. Die beiden Marken sind bislang die einzigen, bei denen ich den Geschmack nach Sojabohnen nicht so sehr rausschmecke. Kalorienmäßig ist auch beides im grünen Bereich. Ich teste das auch momentan, da ich momentan wieder so schlimme Hautprobleme habe und es ist ja umstritten, ob Milch(proteine) Probleme machen können.

    Liebe Grüße
    Sarah

    Antworten

    1. Liebe Sarah,

      Herzlichen Dank für dein Feedback. Den Kaffee mag ich nicht süß, den Haferdrink von Kölln kenne ich nicht, ich habe einen von Edeka aus der Bio-Linie, der ist allerdings etwas wässrig, im Tee sehr lecker, aber im Kaffee eher nicht. Ich teste den von Kölln gerne mal 🙂

      Milchprotein ist auch für den Körper sehr schwer zu verdauen, ich kenne sehr viele Menschen, die Probleme in verschiedenster Form mit Milch haben. Sogar meine Tochter hat schon Probleme mit Milch, noch schlimmer ist Sahne.

      Vielen Dank für deinen Tipp, ich gebe dir Feedback… Liebe Grüße, Bee

      Antworten

  2. Hallo Bee,

    hast du es mal mit Cashewmilch probiert? Meine Lieblings-Milchalternative 🙂

    Weiterhin gute Besserung!

    Liebe Grüße
    Dany

    Antworten

    1. Hallo Dany,

      Nein, die habe ich noch nicht ausprobiert. Super, herzlichen Dank für deinen Tipp 🙂

      Danke und liebe Grüße, Bee

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  3. Zu Milch kenne ich nur die Alternative Sahne, da sie auch wegen der weniger enthaltenen Laktose besser verträglich ist. Butter und Sahne werden im Allgemeinen viel besser vertragen, weil der Eiweißanteil geringer ist. Sahne kannst du auch mit Wasser verdünnen und genau wie Milch einsetzen. Die Sahne enthält natürlich mehr Fett, aber man braucht ja auch weniger. Kaffee ohne Milch/Sahne soll ungesünder sein als mit. Die ansonsten beste Alternative zu Kaffee/Koffein insgesamt ist Tee/Teein 🙂 Der geht auch viel besser ohne Milch oder kommt wie bei der ostfriesischen Version mit Minimalmengen Sahne aus.

    Was diese ganzen anderen Milchersatzprodukte betrifft – ich mag das Zeug nicht und wenn man mal liest, was die da alles „reinbasteln“ – oft auch ein nicht unerheblicher Anteil an Kohlehydraten. Da sparst Du Fett und holst Dir dafür den Zucker? Unser Körper stellt aus Eiweiß und Fett Zucker selber her – Zucker von außen zuführen müssten wir nicht, wir sind aber daran gewöhnt.

    Fett oder Zucker – das ist doch oft die Frage – kaufst du heute fettarme Produkte, dann ist meist Zucker drin. Irgendwie müssen die Geschmack daran bekommen.

    Wie Du schon schreibst – alles sollte es neben der gesundheitsfördernden Seite auch weiterhin schmecken.

    Ich bin gespannt auf weitere Posts zu dem Thema und der Entwicklung bei Dir.

    LG, Birgit

    Antworten

    1. Die Sahne Alternative kenne ich auch, ich habe ein Buch von Barbara Rütting, die ein Müsli mit Sahne/Wasser zubereitet, ich habe das schon mal versucht. Allerdings nicht im Kaffee.

      Gerade bei Soja bin ich nicht so glücklich, denn die Sojabohnen sind fast alle gentechnisch manipuliert, das finde ich nicht gut. Die Alternativen aus Getreide sind KH-reicher, das stimmt, aber dafür nicht so vollgepackt mit Zusatzstoffen. Zu den Zusätzen, gerade Firmen wie Alpro haben zB einiges in der Mandelmilch und an zweiter Stelle noch vor Mandeln Zucker, geht gar nicht, sehe ich genauso.

      Ich experimentiere mal mit dem Sahne/Wasser-Gemisch, die Mengen an Milchprodukt darin sind ja recht gering 🙂 Mal sehen …

      Vielen Dank für deinen Input und den Tipp.

      Herzliche Grüße, Bee

      Antworten

      1. Bei Kaffee brauchst du dann ja kein Wasser – ist ja für gewöhnlich schon drin – einfach nur weniger Sahne 🙂

        LG, Birgit

      2. Ich werde mal experimentieren. Bin echt gespannt, da die Menge an Milchprodukt ja schon gering sein soll 🙂

  4. Liebe Bee,

    einen Ersatz für Mich im Kaffee kann ich dir leider nicht sagen. Ich trinke ihn schwarz und ungesüßt, da Zucker bei mir ja weitestgehend vom Plan verschwunden ist. Ich mach ja auch ~clean eating und eine stoffwechsel anregende Ernährung.

    Ist ja witzig. Ich esse viel Äpfel und seit geraumer zeit schon Wellant. Super Geschmack und schön knackig. Letztes Jahr war blöd. Da war der leider recht früh ausverkauft. Ich hoffe, sie halten dies Jahr etwas länger. 😉

    Alles liebe für dich
    Hans

    Antworten

    1. Lieber Hans,

      Wellant ist ein so leckerer Apfel, ich bin vom Geschmach wirklich begeistert. Schön, dass er dir auch so schmeckt. Ich kaufe die Äpfel bei einem Laden, der sich auf Äpfel spezialisiert hat, zurzeit gibt es ihn noch. Dort gibt es immer mindestens 6 verschiedene Apfelsorten, einige kann ich nicht vertragen, da kommt meine Allergie durch.

      Ich tippe, dass die Rohkost in dieser Ernährung den Stoffwechsel ankurbelt und die Enzyme in Rohkost sind wohl für die Leber das Wertvolle. Das Sprichwort: „Man ist, was man ißt“ stimmt schon, oder?

      Ganz liebe Grüße, Bee

      Antworten

  5. Liebe Bee,

    wir müssen glücklicherweise nur 4 mal auf die Nase fallen (sozus.) und befinden uns in Mitten großer Obstplantagen. Die haben schon einige Sorten im Angebot, aber keiner schmeckt mir so gut, wie Wellant.
    Vom Geschmack her gäbe es schon noch zwei Sorten, aber wenn man Wellant mal gewohnt ist, hat man bei den anderen das Gefühl, man beiße in eine Tüte Mehl. 😉

    LG Hans

    Antworten

    1. Lieber Hans,

      Das ist ja ein Traum, bei uns gibt es nur das Apfelparadies mit einer riesigen Anzahl an Apfelsorte, vielem anderen Obst und Gemüse. Ich fahre da so gerne einkaufen, ich mag diese Optik, wenn man in den Hofladen kommt. Gutes Obst und Gemüse sind hier nicht einfach zu bekommen, gerade wenn man auf Pestizide achtet.

      Wellant hat ein unglaublich volles Aroma und auch das Fruchtfleisch ist für mich perfekt 🙂 Herrlich…

      Liebe Grüße, Bee

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  6. puh, beim milchersatz kenne ich mich nicht sonderlich gut aus, da ich ehrlicherweise sagen muss, dass ich mich mit diesem thema eher weniger auseinandersetze. ich bin ja laktoseintolerant, seit ich milch (habe ich ohnehin nie so getrunken, sondern nur zur zubereitung anderer dinge verwendet), sauerrahm und joghurt durch l-free ersetzt hab geht es mir sehr gut. wobei, wenn ich die dinge „roh“ zu mir nehme, vertrage ich sie trotzdem nicht so sehr. mein favorit ist derzeit kokosmilch, weil es meist um süße dinge geht und ich den geschmack von kokos sowieso so mag, dass er von mir aus fast überall dabei sein kann. es gibt jetzt auch einen milcheiskaffee mit kokosmilch und von dem bin ich total begeistert, man muss es aber natürlich mögen.

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    1. Ganz schwierig mit dem Ersatz, ich verzweifele daran. Der Geschmack ist bei mir entscheidend. Netterweise habe ich ja hier ein paar Tipps bekommen, die ich auf jeden Fall ausprobieren werde. Kokosgeschmack mag ich gerne in einer Süßigkeit, im Kaffee kann ich es mir nicht so vorstellen, aber ich versuche alles 😉

      Ich musste mich an das Rohe sehr gewöhnen und heute kann ich mir nicht mehr vorstellen keine Rohkost zu essen. Der Tipp aus dem Buch ist Rohkost vor der Mahlzeit, das ist gut verträglich. Zwischenzeitlich kann ich Rohkost auch zwischendurch essen.

      Herzliche Grüße, Bee

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      1. das kann ich mir vorstellen. für mich geht es eben mit der l-free milch gut, dort, wo der geschmack nicht hervorstechen soll, aber wenn du keine tierischen produkte verwenden willst, ist das wirklich problematisch. ich bin aber echt gespannt, wie es dir mit dem kokos im kaffee geht. da ich den kaffee gern süß mag, passt es für mich, aber klar, das muss man mögen.

        rohkost mag ich an sich gern, ich vertrage es aber zum teil schlecht, was früher kein problem war (insofern war ich überrascht, dass sich dein körper dran gewöhnt hat).

      2. Da ich heute mal frei habe, fahre ich gleich in den Supermarkt und schaue mal, was sich da an Alternativen so anbietet 🙂

        Ich hatte früher bei einem Apfel schon Bauchschmerzen, daher habe ich jahrelang auch nichts in der Art zu mir genommen. Wie gesagt, der Trick besteht darin es vor einer Mahlzeit zu essen, was recht ungewöhnlich ist. Ich habe im Bregenzer Wald in einem Hotel dem wunderbaren Salatbuffet nicht widerstehen können und habe mir jeden Abend einen recht großen Rohkostsalat gegönnt und dann normal gegessen und habe es gut vertragen. Wenn du das vielleicht einmal versuchst… wobei es große Unterschiede bei Äpfeln gibt, ich vertrage nicht jede Sorte. Gegen vieles bin ich auch allergisch wie Birnen, Kirschen, dass schränkt leider sehr ein.

        Hauptsache die Leber gibt Ruhe, das ist mir wichtig 🙂

      3. oh das glaub ich dir! wobei obst bei mir relativ unproblematisch ist, nur ananas vertrage ich zu meinem leidwesen nicht sehr gut (da schwellen mir die zungenränder an, wenn ich zuviel davon esse oder eine, die etwas saurer ist). paprika zb vertrage ich roh auch überhaupt nicht gut, was mir leid tut, da ich das immer gern gegessen hab. ansonsten ist es auch oft tagesverfassungsabhängig und es verändert sich immer wieder. eine zeit konnte ich zb überhaupt kein dunkles brot essen, aber diesen spleen konnte ich meinem körper zum glück wieder abgewöhnen.

      4. Das wäre schlimm, eine Ananasunverträglichkeit, ich liebe Ananas. Ich esse sehr gerne Kohlrabi, roh geht das gar nicht, da schwillt mir alles an, genauso Tomaten in kleinen Mengen ok, mehr als nur ein paar Tomaten und mein Mund wird wund. Was aber wohl an der Säure in Tomaten liegt.

        Das kann ich nur bestätigen, dass sich die Unverträglichkeiten verändern. Vor einigen Jahren könnte ich Salatgurken nicht vertragen vom Magen, das ist momentan gar kein Problem. Schon kurios 😉 Man sollte immer wieder antesten, solange es keine wirkliche Allergie ist.

      5. man gewöhnt sich ja fast an alles. ich habe früher ananas in mengen gegessen und mittlerweile gehen sie mir nicht mehr ab – wenn der körper etwas nicht verträgt, dann mag er es auch iregndwann nicht mehr wirklich, kommt mir vor. obwohl es bei mir mit den ananas nicht mehr so schlimm ist wie es mal war. was allerdings leider unverändert schlimm ist, sind walnüsse. die kleinste menge genügt da schon.
        mit tomaten geht es mir wie dir mit ananas. eine ernährung ohne tomaten kann ich mir überhaupt nicht vorstellen.

      6. Das schlimme ist, dass es immer mehr wird mit Unverträglichkeit und Allergie. Angefangen hat es mit Haselnüssen und jetzt sind noch einige mehr Lebensmittel dabei. Und nicht zu vergessen Kreuzallergien, die man nicht nachweisen kann. Es ist ein ständiges Testen und Ausprobieren und das, wo ich so gerne koche. Nicht einfach. Ich lasse mir diese Leidenschaft nicht nehmen. Manchmal reicht übrigens auch ein Erhitzen, Birnen gehen roh gar nicht, warm als Dessert zB kein Problem.

      7. ja das hab ich bei der laktose auch schon gemerkt – die ist auf jeden fall um einiges schlimmer geworden über die jahre. aber man kann nix machen, der körper verändert sich nunmal und je älter mal wird, umso sensibler reagiert er wohl auch. hauptsache ist aber, dass man sich nicht unterkriegen lässt, denn alternativen gibt es immer.

      8. Ganz genau, es gibt immer einen Weg. Für interessierte und kreative Köche kein Problem. Wir kämpfen hier ernährungstechnisch mit Erkrankungen, vielen Allergien und Unverträglichkeiten (alle sind hier betroffen) und schaffen es immer noch etwas leckeres auf den Tisch zu bekommen 😉

  7. Ich habe dir doch sicher schon mehrmals gesagt, dass ich deinen Umgang mit Nahrungsmitteln total super finde, oder? Ich versuche ja, vieles ähnlich zu handhaben.

    Ich mache zwar oft AUsnahmen beim Bio, wenn es um Obst und Gemüse geht, aber auch nur, weil ich vieles vor Ort gar nicht als Bio-Ware bekomme… und seit diesem Monat kann ich es mir wohl auch nicht mehr leisten, hier nur biologische Ware zu kaufen, weil ich ein sehr teures Haustier gekauft habe und verdammt viel Obst und Gemüse esse… 🙁 Aber es muss ja nicht alles perfekt sein, dafür esse ich eben kein Fleisch, keinen Fisch, keine Fertigprodukte und so.
    Milchprodukte sind bei mir auch ein Problem: Joghurt und Quark liebe ich und brauche davon oft bis zu 500g am Tag, aber dafür esse ich kaum noch Käse (500-600 g im Jahr), keine Butter, und nur sehr selten Milch. Statt dem klassischen Aufschnitt mache ich mir meist aus Bohnen / Kichererbsen und Gewürzen und Tomatenmark einen Aufstrich.
    Gehärtete Fette gibt es bei mir auch nicht und Zucker nur in Kleinstmengen ab und zu, da ich den nun auch nicht mehr vermisse.

    Dass du wegen der Leben im Krankenhaus landetest, ist gerade echt erschreckend für mich. Danke, dass du all deine neuen Ernährungserkenntnisse dieses Bereichs mit uns teilst – mal sehen, ob das für mich irgendwann auch relevant wird. Aber mit wenig Zucker, überwiegend Vollkorn (nicht mehr als 1-2 helle Brötchen im Monat), keinem Alkohol, keinem Fleisch und wenig Öl bin ich da ja schon gut unterwegs. Nur von den Milchprodukten komme ich gerade einfach nicht weg.
    Bei der Milch kann ich dir leider nicht helfen… ich habe nur mal von Cashew-Milch gehört, aber die ist, soweit ich weiß, auch eher süßlich.

    Super finde ich, dass du langfristig Veränderungen haben willst und nicht nur die acht Wochen reinigst! Das ist sicher viel sinnvoller 🙂

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    1. Bei mir war der Weg zur heutigen Ernährung ein jahrelanger Weg. Obst und Gemüse sind auch sehr teuer, wenn man Wert auf Qualität liegt, da bin ich ganz bei dir. Ein Einkauf von Äpfeln, Paprikaschoten, Möhren ist schnell bei 20 EUR, das ist nicht preiswert, hält aber für mich aber eine Woche. Das ist ja nur die Rohkost, ich koche ja auch noch mit Gemüse, seitdem ich keinen Aufschnitt mehr esse und auch keinen Käse mehr, spare ich schon Geld, die pflanzlichen Aufstriche sind ergiebig und lecker, ich habe außer Pesto und Hummus in der Hinsicht noch nichts selbst gemacht. Bin da aber sehr offen.

      Ich bin froh, dass ich jetzt seit fast 2 Monaten Ruhe habe und hoffe, dass sich die Ernährungsumstellung auch bewährt. Ohne Fleisch kann ich nicht, ich esse sehr wenig und bewusst. Milchprodukte wie zB Joghurts mag ich nicht so gerne, außer griechischen Joghurt (sehr fett), das kann ich nur gar nicht vertragen, obwohl er richtig lecker schmeckt. Ist einfach zu fettig. Käse hatte ich als großes Problem eingestuft, weil ich Käse liebe, jetzt esse ich keinen mehr, allerhöchstens mal ein bisschen Parmesan auf Nudeln. Das klappt ganz gut 🙂

      Ernährungsthemen mag ich einfach sehr und ich freue mich, wenn es dazu einen Austausch gibt. Schön zu wissen, dass es doch einige gibt, die auf das achten, was sie zu sich nehmen.

      Liebe Grüße, Bee

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  8. Huhu Bee *winks*
    Hui, da haben wir wohl beide ungefähr gleich angefangen unsere Ernährung komplett zu ändern.
    Da ist in der Fastenzeit momentan überhaupt kein Fleisch/Wurst esse, fällt dies erstmal weg.
    Wobei ich schon beim Rinder- und Hühnerbauern meines Vertrauens eine große Bestellung aufgegeben habe.
    Wir essen sehr wenig Fleisch. Und wenn, dann nur vom Biobauern. Wurst gibt es bei uns nur Schinken.
    Weissen Zucker habe ich komplett aus meiner Küche verbannt. Statt dessen gibts Kokosblütenzucker.
    Salzburger Berwiesen-Heublumenmilch und auch Heublumenkäse oder Jogurt sind die einzigen Milchprodukte die wir essen.
    Sonst sind wir auf Naturreis, Vollkornnudeln und Roggenbrot umgestiegen.
    Viel Obst, Gemüse und Naturmüsli…….
    Die Umstellung war eigentlich nur Anfangs schwierig. Je länger unsere Familie dabei ist, umso leichter fällt es uns. Und ja, ab und zu wird natürlich trotzdem noch gesündigt (Schokolade, Torte)
    Liebe Grüße
    Nila

    Antworten

    1. Liebe Nila, das freut mich, dass du auch einen bewussten Weg in die gesunde Richtung eingeschlagen hast 🙂 Die Anfangszeit ist hart, aber man gewöhnt sich schnell an eine neue Ernährung, wenn es dann auch schmeckt und zu einem passt.
      Fleisch kaufe ich seit Jahren beim Fleischbauern, der selbst schlachtet. Zucker benutze ich so gut wie nie, egal in welcher Form. Früher habe ich gerne mal gebacken, aber seitdem mein Mann Diabetes hat, ist der Kuchen gestrichen. Nichtsdestotrotz gönne ich mir schon mal nachmittags etwas Kuchen, wenn ich eingeladen bin oder ich habe super Lust drauf. Ich mache mir bei Lust auf etwas Süßes ein Brot mit Honig. Es muss immer mal eine Sünde drin sein 😉

      Wenn du Lust auf Literatur oder Filme zum Thema hast, gib Bescheid, ich habe da einiges, das ich dir empfehlen kann. Mir hat ein Film damals die Augen geöffnet.

      Ganz liebe Grüße, Bee

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  9. Ich finde ja, die Leute lesen heute zu viel über Ernährung. Bei dem Thema werden mir zu viele Säue durch´s Dorf getrieben.

    Das Ergebnis ist, dass das natürliche Gefühl für „was tut mir und meinem Körper gut“ komplett verloren geht und wir uns das sagen lassen müssen und so zu Opfern werden. Denn was heute en Vogue ist, ist morgen oft eine ernährungstechnische Katastrophe.

    Ich mache es mir da ganz einfach: Ich esse hemmungslos, wonach mir gerade ist. Und wenn ich Abends Bock auf eine komplette Tafel Schokolade habe, gönne ich mir das. Das Ganze ist ein Thema, das hier in seiner Komplexität nicht hinreichend beleuchtet werden kann, aber unterm Strich denke ich mir, ich will Leben. Und das entspannt und mit möglichst viel Freude.
    Mein Motto ist: Gib nicht dem Leben mehr Stunden, sondern den Stunden mehr Leben.

    Interessanterweise sendet mein Körper mir trotzdem noch die richtigen Signale. Ich treibe jeden Tag Sport (ganz ohne Schweinehund-Problem), ich esse jeden Tag Obst (bevorzugt natürlich Äpfel :-P) und das letzte mal hatte ich letztes Jahr Lust auf McDonald´s und Co.
    Aber ich habe auch das Glück, dass ich (noch) alles gut vertrage und mir keine Gedanken machen muss. :-/

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    1. Mein Körper sendet mir leider Signale, dass irgendwas mit der Ernährung nicht stimmte. Und meine Ernährung ist eine langjährige Entwicklung, ich bin da auf keinen Zug aufgesprungen.

      Generell genieße ich das Essen, ich koche sehr gerne. Leider bockt mein Körper rum, wäre schön, wenn es nicht so wäre. Ich mache das Beste draus

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      1. Man hört es immer öfter. Ich habe ja irgendwie den Eindruck, dass es schon normal ist, wenn man irgendwelche Lebensmittel nicht verträgt.
        Schlimm.

        Aber was du oben schreibst… Dieses dass man – wenn man eine Zeitlang drauf verzichtet – ganz leicht auf Zucker verzichten kann, kann ich bestätigen. Ist mir auch schon aufgefallen.
        Ich habe mal eine Phase gehabt, da hatte ich wochenlang kaum Lust aus Süßes. Selbst nach dem Sport nicht. Seeeehr verdächtig. Da hat mein Körper wohl wieder Signale gesendet. 😀

      2. Ganz wichtig, der Körper zeigt es einem 🙂 ich komme fast ohne Zucker aus, wie gesagt mal ein bisschen Honig, das reicht mir.

        Ernährung sollte niemals dogmatisch sein, sondern schmecken. Wenn es das nicht tut, dann ist es nicht die richtige Ernährung. Und wenn man mal Lust auf eine Pizza hat, ist das absolut ok.

  10. Ach herje, du armes Mädchen. Allergien sind grausam und Lebensmittelunverträglichkeit auch. Zum Glück habe ich da keine Probleme. Ich achte schon auf das was hierauf den Tisch kommt und koche immer selbst. Wovon ich jedoch nix halte sind diese Ersatz-Stoffe. Meist enthalten sie ja noch mehr Zucker etc. Für Milch kann ich dir da leider auch keinen Rat geben. Das einzige was ich so gut wie nicht verwende ist Oliven-Öl. Erstens mag ich den Geschmack nicht und zweiten gibt es auf dem Markt kein wirklich Gutes, selbst in teuren wird gepanscht und es enthält Mineralöle… Zum Braten nehm ich Butterschmalz oder Rapsöl. Rohkost, lecker! Zum Glück lebe ich im Obstanbaugebiet und habe jede Menge auswahl wo ich kaufe. Dennoch verdient nicht jeder Bio-Bauer auch seinen Namen. Die Spritzen ihre Lebensmittel auch, nur anders und wenn der Wind weht beim Spritzen weht schon mal die ein oder andere Wolke auch auf die *Bio-Obst-Bäume*. Gegossen wird ja auch mit dem selben Wasser.
    Ich freue mich für dich, das du nun einen Weg gefunden hast, der dir das Leben leichter macht!
    liebe Grüße zu dir sende,
    Britta

    Antworten

    1. Unverträglichkeiten und Allergien bremsen einen so aus, leider.

      Richtige Obstplantagen gibt es hier kaum, aber zum Glück gute Bauern- oder Hofläden, da ist das Angebot super. Ja, Bio ist nicht gleich Bio und manchmal gar nicht so Bio, wie man meint 😉 Konventionell angebaut kann durchaus sehr gut sein, ich würde allerdings nie bei Supermarktketten Gemüse oder Obst kaufen, ich schmecke da gleich riesige Unterschiede.

      Ich koche für mein Leben gerne und das Thema Lebensmittel und Ernährung interessiert mich sehr, daher thematisiere ich es hin und wieder hier 🙂

      Ganz liebe Grüße, Bee

      Antworten

  11. Huhu Bee,
    das mit deinem Kaffee ging mir nicht aus dem Kopf…
    Kennst du *Kaffeeweisser*?
    Vielleicht wäre das eine Alternative…
    Fiel mir gard so ein auf der Terrasse. :o)
    *winke, winke*
    Britta

    Antworten

    1. Das ist aber lieb, Britta. Ich hatte mal drüber nachgedacht, ich muss mir mal angucken, was da genau drin ist, es gibt auf dem Gebiet der Kaffeeweißer auch pflanzliche Alternativen. Ich werde gleich mal researchen. Bei all den lieben Tipps hier, werde ich den Post erweitern um eure Tipps hier, eine Art Update 😉

      Herzliche Grüße, Bee

      Antworten

  12. Oh, das hoert sich ja wirklich sehr toll an!
    Wenn ich in Deutschland bin muss ich meine Ernaehrung auch wieder auf gesund umstellen 😀
    Der Beitrag ist wirklich sehr interessant und toll geschrieben, Liebes 🙂
    Allerliebste Gruesse, Rahel

    Antworten

    1. Hallo Rahel, Toll ist es vielleicht nur in meinen Augen 🙂 Jeder muss für sich entscheiden, was er mit einer Umstellung erreichen möchte, inwieweit er seine Gewohnheiten hinterfragen will. Für mich war es ein logischer Weg, für andere wahrscheinlich eher nicht. Es ist meine ganz persönliche Sicht, definitiv nicht dogmatisch 😉

      Liebe Grüße, Bee

      Antworten

  13. Es ist schon faszinierend, wie das, was wir essen auf uns wirkt. Und bei jedem anders. Ich hatte als Kind schlimm Neurodermitis und durfte bis ich 12 war gar keinen Zucker, kein weißes Mehl etc. Das war recht hart. Vielleicht liebe ich deswegen Schokolade heute so sehr.
    Zum Milchersatz: Ich liebe diesen Kokosdrink (steht immer bei der Mandelmilch und den Sojadrinks) in den Kaffee. Auf Hawaii gibt es nämlich fantastischen Kokoskaffee und daran erinnert mich der Geschmack dann ein wenig.

    Antworten

    1. Ja, das stimmt, Tabitha. Was wir essen ist für unseren Körper enorm wichtig. Man kann mit einer entsprechenden Ernährung viel erreichen, wie du selbst gemerkt hast. Als Erwachsener macht mir der Zuckerverzicht fast nichts aus.

      Paleica hatte ebenfalls eine Kokosmilch bzw einen Kokosdrink empfohlen, ich habe es noch nicht gekauft, behalte es aber im Hinterkopf 🙂

      Herzlichen Dank für deinen Tipp und liebe Grüße

      Antworten

  14. Hallo,

    toller Beitrag mit viel Informationen und ebenso in den Kommentaren!
    Bei dem Milchersatz kann ich Dir leider nicht helfen. Ich selber nutze keine H.Milch im Kaffee sondern lieber Kondensmilch, da es für mich geschmacklich lieber ist. Ich selber trinke max 2 Tassen pro Tag, habe meinen Konsum in der Beziehung arg reduziert.
    Zu den anderen Dingen werde ich mir meine Gedanken machen um vielleicht hier und dort ebenfalls zu ändern und ja man muss schon schauen was wo drinnen ist wenn man umstellen möchte. Hier wird ja meistens das Verhältnis nur umgelagert von KH zu Fett oder so und man gewinnt nicht wirklich dabei.
    Lieben Gruss
    Andreas

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  15. Als ich deinen Bericht gelesen habe, musste ich an meine erste Zeit der Ernöhrugnsumstellung denken, vor etwa 15 Jahren. Da fing ich genauso an. Habe aber Zucker quasi von Heute auf morgen komplett weggelassen. Und ich bereu all das keinen Moment. Heute sieht meine Ernährung noch ganz anders aus, viel mehr roh als damals (heute vertrage ich es nicht nur, sondern es geht mir damit viel besser als mit gekochtem), nur abend gibt es prinzipiell nichts rohes! Außerdem esse ich auch kein Gluten mehr und achte auf viele Enzyme. Das ist ein ständiger Prozess… (-; Ich habe auch viele gründliche Leberreinigungen gemacht und einiges mehr. Ich wünsche dir alles Gute und hoffe, ich kann dich damit ein wenig Bestärkung geben, dabei zu bleiben. (-;

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