Mit den Einstellungen spielen

Wie versprochen reiche ich den Beitrag zu den Visuellen Werkzeugen 06 nach. Beim 6. Kapitel geht es um die Beziehungen der Einstellungen zueinander. Wer sich mit der Fotografie beschäftigt merkt beim manuellen Fotografieren, dass eine offene Blende heißt, es kommt viel Licht auf den Sensor. Fotografiere ich zum Beispiel Makro mit f2.0 dann würde eine lange Belichtungszeit von 1/60s sicherlich bei normalen Lichtverhältnissen zu einer Überbelichtung führen.

Eine experimentelle Reihe

Bitte achtet bei den unten gezeigten Bildern genau auf die Veränderungen, manchmal ist diese gar nicht so gravierend. Ich fotografiere immer mit dem Blick auf das Histogramm der Kamera. Gesucht habe ich laut Aufgabe eine optimale Belichtung (immer „exposed to the right“), diese lag bei ISO 400, f2.0 und 1/160s.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Anfangen sollte man mit der offensten Blende und dann in kleinen Schritten die Blende schließen und im gleichen Schritt die Belichtung um einen Schritt verlängern. Es waren knapp 20 Schritte bis ich bei der kleinsten Blende f22 angekommen bin. Danach sollte man mit dieser Einstellung (zumindest habe ich es so verstanden) dann noch mal die Lichtempfindlichkeit nach oben regulieren. Ich habe mit Stativ gearbeitet, weil man schnell bei den Belichtungszeiten angekommen war, die man nicht mehr halten kann.

Schaut wie sich das Motiv von einem zarten Blumen-Makro zu einem mittelmäßig schlechten Blumenbild entwickelt. Trotz unterschiedlicher Belichtungszeiten und Blenden war die optimale Belichtung jeweils gegeben.

Wer keine Lust auf eine Diashow hat, ich habe 3 Bilder herausgesucht um den Verlauf zu zeigen: das erste Bild, eines aus der Mitte und das letzte Bild. Die Einstellungen sind für euch auf den ersten Blick gleich erkennbar. Als ich nach dem letzten Bild die ISO auf 800 eingestellt hatte, war es überbelichtet, daher zeige ich dieses Bild nicht.

Und hier geht es zu Birgits Beitrag, der ja schon erschienen ist. Ich hinke etwas hinterher 🙂

  1. dieses experiment haben wir damals im fotokurs gemacht, das fand ich auch extrem spannend und hat mir in gewisser weise die augen geöffnet für die kunst an der fotografie. sehr schön dargestellt!

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    1. Als ich losgelegt hatte im Garten, dachte ich nach 5-6 Bildern, na toll, immer das gleiche Bild. Guckt man sich die Slideshow an, ist man echt überrascht. Ja, es öffnet einem wirklich die Augen und ist ein Basiskurs für die Einstellungen zueinander. Das Buch ist schon toll!

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      1. sowas braucht es einfach, um sich in die fotografie reinzufinden und irgendwann eine intuition zu entwickeln.

      2. Das sehe ich auch so, ein Basiswissen hilft wenn man gezielt Effekte erzielen will. Natürlich fast nur, wenn man manuell unterwegs ist. Ich lese manchmal die Aufgabenstellung und denke mir, dass das ganz schön viel ist. Aber unterm Strich hat man echt etwas gelernt

  2. Die Basis schön dargestellt 🙂
    Die Basis wird des öfteren auch einfach liegengelassen und man erfährt teilweise Aussagen wie “ wenn ich die ISO erhöhe bekomme ich ein brillanteres Bild“. Schmunzelfaktor beigefügt 🙂
    Aber man sollte einfach öfters das manuelle suchen um zu verstehen wie die Abhängigkeiten der „drei Grundwerte“ sind.:-) 😉

    Liebe Grüsse
    Andreas

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    1. Danke, Andreas, das ist lieb. Ich fand das ja schon eine nicht unaufwändige Arbeit, insgesamt 20 Schritte (vielleicht waren es auch 1 oder 2 mehr), aber schaut man sich die Serie an, erkennt man schon deutlich in welche Richtung man sich bewegt und welche optischen Veränderungen das Spielen mit den Einstellungen mit sich bringt. Diese Übung war eine sehr wichtige und schafft eine tolle Grundlage im Kopf 🙂

      Liebe Grüße, Bee

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