Kokos(nuss)öl – first approach

Auf Kokosnussöl stoße ich momentan andauernd. Ich habe einige Seiten, die sich mit gesunder Ernährung beschäftigen abonniert und neulich kam auf Food.,Inc wieder etwas zu Kokosnussöl. Übrigens sind alle möglichen Namen dafür im Einsatz: Kokosöl, Kokosnussöl, Kokosfett.

Zum ersten Mal gestoßen bin ich auf das Thema bzw das Fett/Öl bei Vegan for fit. Ich habe 2 Bücher von Attila Hildmann, kann mich aber nicht daran erinnern, dass ich nach dem Lesen losgelaufen bin und das Öl kaufen musste. Nun ja.

Zudem arbeite ich daran, dass ich demnächst mal Pflegeprodukte für Lippen oder das Gesicht selbst herstelle und bei meiner Recherche dazu stieß ich auch schon häufig auf Kokosnussöl. Also wenn es gar nicht schmeckt, mache ich halt eine Lippenpflege damit.

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Ein bisschen Background-Info

Kokosöl ist ein Pflanzenöl, das aus dem Gewebe der Kokosnuss gewonnen wird. Bekannt ist es für seinen sehr hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren. Kokosöl wird in der Küche vor allem zum Backen, Braten und Frittieren verwendet. Zudem kommt es in der Süßwarenindustrie zum Einsatz, ebenso für pharmazeutische und kosmetische Zwecke. Ausschlaggebend scheint beim dem Öl, dass es Bioqualität sein soll, denn ansonsten ist es mit Emulgatoren versetzt und nicht so wertvoll.

Wichtig ist es zu erwähnen, dass das Fett mittelkettig ist. Das sind sogenannte MCT-Fette, die besonders gut von der Leber verarbeitet werden können und auch für einen geschädigten Darm bestens geeignet sind.

Diesem Öl werden folgende gesundheitsfördernde Aspekte zugesagt: Es soll unter anderem antimikrobiell, antiviral und antimykotisch wirken und außerdem eine verdauungsregulierende Komponente haben. Bei meiner Recherche bin auf alles mögliche gestoßen, was diesem Öl nachgesagt wird. Ich kann das leider nicht relativieren, sorry.

Diese Seite informiert gut und ausführlich über das Kokosöl.

Das Fett im Einsatz

Also ich kannte es ja nicht und zog los um mir das Kokosfett zu kaufen. Entschieden hatte ich mich für das von alnatura, da Bio-Kokosfett nicht wirklich preiswert ist, dachte ich, das wäre eine gute Idee. Nach dreimaligem Nachfragen im dm habe ich es dann gelassen, es ist scheinbar dauerhaft ausverkauft. Also ab in den direkt daneben liegenden Biomarkt, da bin ich zum Glück fündig geworden. Rapunzel Kokosfett mild, für 200ml habe ich dort knapp 4 EUR bezahlt. Die Produktbeschreibung sagt folgendes:

  • Mildes Kokosfett ist geschmacksneutral und daher vielseitig zu verwenden. Kokosfett ist hoch erhitzbar, spritzt und schäumt nicht, ist hitzestabil und lange haltbar
  • Ideal zum Braten, Backen und Frittieren

Mein erster Eindruck ist erst einmal der optische. Die Masse im Glas ist weißlich und wirkt kalt leicht bröckelig. Nach dem Öffnen nimmt man keinen Geruch wahr und ich bin hier ganz ehrlich, das hat mich gefreut – denn ich bin kein großer Kokosnussduft-Freund. Super, der Geruch ist schon mal ok. Die Konsistenz ist bei einer Raumtemperatur um 20 Grad sehr fest. Es ist auf jeden Fall kein Vergleich zu Butter o.ä. Man muss richtig kratzen um etwas auf’s Messer zu bekommen.

Der Geschmack. Nun zum ersten Probieren, ich schmiere mir damit ein Brot, ohne Marmelade oder Käse – pur. Es schmeckt nach nichts. Ich meine, eine leicht Fasrigkeit wahrzunehmen, das verschwindet dann aber im Mund. Beim Erhitzen verflüssigt sich das Öl sofort.

Mein Fazit

Jetzt habe ich es noch nicht für alles eingesetzt, aber Butterbrote geschmiert, zum Kochen eines warmen Gerichts verwandt. Unter Vorbehalt, würde ich jetzt mal sagen, es hat mich sicherlich nicht im Sturm erobert. Geschmacklich ist es gewöhnungsbedürftig, vielleicht weil es neutral ist. Ich brate und koche ansonsten ausschließlich mit hochwertigem Olivenöl. Da ist das Kokosöl schon eine Umstellung. Und ich glaube, das ist der Punkt, wo mir die Begeisterung fehlt – kein Geschmack, ich bin halt ein Genussmensch. Ich werde das Glas sicherlich aufbrauchen und mal sehen, wie es im Langzeiteinsatz ist.

Hat von euch jemand Erfahrung mit dem Öl? Wofür nehmt ihr das Kokosfett?


 

  1. Liebe Bee,

    ich bin ein großer Fan aller Produkte mit Kokos, koche auch besonders gerne mit Kokosmilch, aber von Kokosöl zum Braten etc. habe ich noch nie gehört. Danke für den Tipp, werde ich auf jeden Fall ausprobieren!

    Beauty-Produkte mit Kokosöl wie Body Lotion finde ich klasse, weil sie die Haut so zart machen. Und sie riechen so gut…

    Sehr informativer Post!

    Liebe Grüße Rosa

    Antworten

    1. Hallo Rosa,
      Danke für Deinen lieben Kommentar. Ich mag den Geruch von Kokosnuss in Pflegeprodukten überhaupt nicht. Frische Kokosnuss finde ich ok. Das Fett wird momentan sehr gehypt, da frage ich mich natürlich warum…. Ich bin mal gespannt, wie es so weitergeht damit.
      Liebe Grüße, Bee

      Antworten

  2. Kokosfett ist super. Ich benutze das auch für alles seit der Ernährungsumstellung und ein ganz klarer Vorteil ist wirklich, dass es nicht verbrennt. Und dass es geschmacksneutral ist. Da ich es ja für alles verwende, hätte ich keine große Lust darauf, dass dann alles nach Kokos schmeckt, auch wenn ich den Geschmack mag.

    Ich verwende Palmin, das bei REWE bei Butter und Margarine steht. Allerdings nur die Palminplatte, die von der Form an eine Tafel Schokolade erinnert, weil die zu 100% Kokosfett ist. Es gibt noch Palmin soft aus der Packung, ähnlich wie bei Margarine. Die ist streichzarter aber beinhaltet leider noch Sonnenblumenöl.

    Antworten

    1. Super, Danny, ich freue mich über deinen Kommentar.
      Ich kenne Palmin noch, in weißem Papier, oder? Ich wusste gar nicht, dass es das noch gibt 😉

      Meinst du mit „nicht verbrennen“ kalorisch oder bei Erhitzen in der Pfanne?

      Antworten

      1. Genau, Palmin im weißen Papier.

        Ich meinte das nicht verbrennen in der Pfanne 🙂

      2. Ich hatte nämlich auch mythisches gelesen, es soll nicht dick machen etc…

        : D

      3. Haha ja, auch laut Paleo ist das wohl so – aber wer weiß schon was wahr ist, bei so vielen Ernährungsmythen 😀

      4. Du sagst es… Ich frage mich, wie kann man von Fett abnehmen? Unterm Strich stehen immer die zu dir genommenen Kalorien gegen das, was du verbrennst.

  3. Hi Bee,

    ja auch mir läuft es immer wieder über den Weg, wenn ich mich durch die Rezeptewelt klicke! Hier in Südafrika gibt es das auch oft zu kaufen. Muss es dann wohl auch mal ausprobieren 🙂
    Liebe Grüße zu dir und einen schöne Sonntag!!!
    Maxie

    Antworten

    1. Hi Maxie,
      Ich kann jetzt den Hype nicht so ganz verstehen. Es schmeckt nach nichts, vielleicht stellen sich ja über die Zeit noch tolle gesundheitliche Vorzüge heraus 😉
      Auch dir einen schönen Sonntag.
      Liebe Grüße, Bee

      Antworten

  4. Hallo Bee,

    ich habe das Kokosfett auch schon 1-2 mal gekauft und habe es meistens zum Braten von Pfannkuchen verwendet. Meine Kinder meinen aber, es würde zu sehr nach Kokos schmecken.

    Liebe Grüße,
    Sabine

    Antworten

    1. Hallo Sabine,
      dieses von Rapunzel hat so gar keinen Geschmack. Es ist ok, aber ich kann mich da jetzt auch nicht wirklich für begeistern…
      Ich denke, ich mache da was Pflegendes draus.
      Liebe Grüße, Bee

      Antworten

  5. Wir verwenden das Kokosöl auch. Meistens zur Pflege unserer trockenen, lockigen Haaren (bei mir und meinen Töchtern). Es wird leicht aufgewärmt, so dass es flüssig wird, vor dem Haarewaschen in das Haar eingearbeitet, wo es dann wirken kann. Später wird es mit einem Shampoo ausgewassen.

    Auch für die Körperpflege kann man es verwenden. Gerade ganz trockene Hautstellen werden es dir danken. Auch hier wärme ich das Öl leicht an, so dass es flüssig wird.

    Und ein paar Mal habe ich es auch schon zum Braten von Hähnchenbrust und Fisch verwendet.

    Alles Einsätze waren bis jetzt erfolgreich, aber ich informiere mich auch weiter, welche Möglichkeiten mir dieses Produkt noch bietet 🙂

    Liebe Grüße
    Mimi

    Antworten

    1. Die pflegende Komponente des Kokosöl habe ich schon kennengelernt. Als ich die Brote mit dem Kokosfett gegessen habe, hatte ich für lange Zeit schön gepflegte Lippen. Ich werde es auch definitiv für die Herstellung von Beautyprodukten verwenden.
      Herzlichen Dank für deinen lieben Kommentar.
      Liebe Grüße, Bee

      Antworten

      1. Stimmt, dafür habe ich es ja auch schon eingesetzt, bei der Herstellung meines Lippenpeelings 🙂

        Liebe Grüße
        Mimi

      2. Ich arbeite momentan am Themenbereich Beauty DIY und habe heute mein erstes Produkt hergestellt. Mein zweites Produkt wird mit Kokosöl sein. Momentan bin ich in der Testphase.
        Bald geht’s dann hier auf dem Blog los damit.
        Liebe Grüße, Bee

  6. Bei mir findet Kokosnussöl zur Katzenhautpflege und als Haarkur Verwendung. Ihm wird ja nachgesagt, dass er auch vorbeugend gegen Wurmbefall wirkt, also eine Art natürliche Entwurmung, wiederum gut für Tiere und da meine kleinste Katze nackt ist, ist das auch gut für ihre Haut 🙂 1x im Monat bepinsle ich meine Haarspitzen damit 🙂

    Grüsse ♥

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    1. …cool, Danke für den Tipp. Denn ehrlich gesagt, fand ich es jetzt im Lebensmittelbereich für mich nicht so umwerfend. Dass es gar nicht schmeckt, stört mich ein bisschen.

      Vielleicht wäre das auch etwas für unsere Mäuse.
      Ich bin nicht so fit in der Tiermedizin, ist kahl-sein ein Zeichen für Würmer?

      Antworten

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