Gesunde Ernährung – My Way

Bei Alexandras Ernährungs-Blog bin ich häufiger, dort bin ich auf diese Blogparade aufmerksam geworden, die sich Gesunde Ernährung zum Thema macht. Ein Thema, das mir schon seit längerem sehr am Herzen liegt.

Der Weg

Seit einigen Jahren beschäftige ich mich aktiv mit Ernährungsthemen, daher habe ich auch schon einiges ausprobiert. Dazu gab es schon einmal einen Post von mir. Erfahrungen konnte ich bereits im Eigentest sammeln zu: Paleo, Low-Fat, Low-Carb, Vegan, Juicing, richtige Diäten mit um die 1000kcal pro Tag und bestimmt auch noch andere, an die ich mich nicht mehr so erinnern kann.

Viele der oben genannten Ernährungsformen sind einseitig und führen auf lange Sicht zu einem Mangel. Besonders bedenklich finde ich zurückblickend den Low-Fat-Ansatz. Wertvolle Fette sind sehr wichtig für den Körper. Mit Low-Carb komme ich gar nicht zurecht, ich habe dabei immer Hunger. Paleo ist sehr fleischlastig und im Groben ohne Getreide, Fleisch ist ok, aber nicht in großen Mengen. Vegan ist ja unumstößlich ein riesiger Trend, das ist nichts für mich, weil es mit vielen Restriktionen zusammenhängt.

zum Jetzt

Irgendwann habe ich einen Strich unter diese andauernd aufkommenden Ernährungstrends gemacht. Und meinen ganz persönlichen Weg definiert. Ganz kurz zusammengefasst ist das:

  • wertige Fette
  • wenig Fleisch (Bio oder von lokalen Bauern)
  • Gemüse und Obst (auch Bio, ich habe eine Bio-Kiste abonniert)
  • wenige bis keine Zusatzstoffe in der Nahrung
  • keine Süßstoffe oder Zuckeraustauschstoffe
  • keine Milch

Momentan stecke ich tief (Literatur, Blogs) in einem Ernährungsthema, das mich seit meinem USA-Aufenthalt mehr beschäftigt als vorher. Das ist Clean Eating. Vielleicht kennt das Prinzip jemand von euch. Ich hatte ja schon einmal etwas kurz dazu geschrieben. Es fasziniert mich so, weil es fast alles das beinhaltet, was ich ohnehin schon mache. Es ist schön darüber zu lesen und auf Blogger zu stoßen, die sich ebenfalls danach ernähren.

Durch das Clean Eating Prinzip habe ich meine Definition von Ernährung noch etwas erweitert. Und zwar lasse ich den Zucker weg und nehme Mehle oder Nudeln in der Vollkornvariante. Vollkorn habe ich vorher schon öfters verarbeitet bzw damit gekocht, doch nicht ausschließlich. Auf Zucker zu verzichten, ist anfangs sehr schwer gewesen. Zucker hieß für mich: in der Marmelade, im Tee, in meinen Kuchen oder Pfannkuchen und auch schon mal etwas Schokolade. Diese Umstellung war schwer, zugegebenermaßen. Heute ist das völlig unproblematisch, auch der Heißhunger auf eine Süßigkeit ist weg. Wenn ich jetzt einen Kuchen backe nehme ich Honig.

Das Frühstück war eine Mahlzeit auf die Schnelle, zwischen Kind zur Schule bringen und arbeiten gehen. Ich habe immer ein Vollkornbrot gegessen, weil anderes Brot mich nicht sättigt. Durch Clean Eating bin ich auf Haferflocken umgestiegen, das sättigt ungemein und gibt eine gute Basis für den Tag. 

Ausnahmen bestätigen die Regel

Ich halte mich weitestgehend an meine Vorstellung von gesundem Essen, aber manchmal erlaube ich mir auch ein Stück Schokolade, ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu haben. Auch wenn ich eingeladen bin, esse ich das, was angeboten wird – dabei versuche ich meine Ernährung im Auge zu behalten. Eine Ernährungsform muss in meinen Augen einen Freiraum lassen und darf nicht zu stringent sein. Zudem muss sie umsetzbar sein und für mich auch mit der Familie funktionieren. Kurzum es muss zu einem passen. Muss man sich quälen und sehnt sich immer nach anderem Essen ist es wahrscheinlich nicht der richtige Weg.

Mehr Infos

Wer sich gerne zum Thema Clean Eating informieren möchte, hier sind ein paar Seiten, die ich sehr interessant finde.

Eat Train Love, Projekt: Gesund Leben, Julie feels good, Tosca Reno


 

    1. Ja, richtig. Da hat jeder seinen Ansatz und seine eigene Definition. Ich bin irgendwann zu meiner Art gekommen, habe viel gelesen, ausprobiert. Meine Sichtweise hat sich nach dem Film Food, Inc und dem Buch von Karen Duve sehr verändert bzw es hat mich sensibilisiert.

      Mein jetziger Weg ist für mich eine logische Schlussfolgerung gewesen 🙂

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  1. Zu einem Teil esse ich schon clean. Manches geht schon mal nicht. Zucker kommt bei mir sozusagen gar nicht vor und Weißmehl weitestgehend auch nicht. Wir machen öfter mal smoothies und ich esse viel Obst.

    Ich müsste mal ein wenig den Rettungsring minimieren. Mir fehlt leider das Fahrradtraining und das bekomme ich mit meinem Ersatzfahrrad zu Hause nicht kompensiert.

    Ich bin ein Freund guter und gesunder Küche. Aaaaaber. Essen und Ernährung sollte schon „Spaß machen“ und schmecken. Ich erlaube mir auch mal etwas zum schnabbulieren. Die Ernährungsformen mit dem Genuss unter einen Hut zu bringen habe ich lange Jahre praktiziert.
    HG Hans

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    1. Das finde ich auch sehr wichtig, Hans. Essen soll Genuss sein und nicht nur Mittel zum Zweck. Es freut mich sehr, dass du auch clean ist. Ich kann nicht so gut Obst vertragen, das macht mein Magen nicht so mit. Ich koche viel mit Gemüse und versuche auf Convenience Food zu verzichten, Fertiggerichte gibt es bei uns eigentlich so gut wie nie. Ich erlebe heute, dass meine Geschmacksnerven viel sensibler reagieren. Der Kopf ebnete mir den Weg zu meiner heutigen Ernährungsweise.

      Allerdings gönne ich mir mal ein Gyros Pita vom Griechen. Das ist dann auch völlig ok, weil es eine Ausnahme ist.

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  2. Schöner Artikel dazu! Auch, dass du sagst, dass man nicht unbedingt Diäten braucht, um gesund zu leben – genau das ist es nämlich, was den Jojo-Effekt beim Abnehmen dann verhindert. Finde ich super! 😉

    Ich bin auch gerade überrascht, in wie vielen Punkten meine Ernährung mit deinem Clean Eating Plan übereinstimmt. Ich esse auch wenig Fleisch und wenn, dann Bio. Bei Obst halte ich mich allerdings nicht immer an Bio, da mir das aktuell leider zu teuer wird. Aber ich esse da auch schon bewusst.
    Auf Milch kann ich allerdings nicht verzichten, auch auf Zucker nicht. Aber ich mag auch gar nicht darauf verzichten – ich finde, solange man diese Dinge in Maßen isst und sich nicht zu viel verbietet, klappt das am besten mit der gesunden Ernährung. Ich gehe auch mal Pizza und Döner essen und trinke Cola, aber durch dieses Clean Eating hab ich tatsächlich knapp 3 Kilo abgenommen (in 3 Monaten). Mir gefällt diese Weise auch am besten!

    Und: Ich finde Haferflocken großartig! Kennst du Overnight Oats? Da ist zwar Milch drin, aber vielleicht kannst du das durch etwas anderes ersetzen 🙂

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    1. Alles was mit vielen Verboten zusammenhängt, ist mE nicht umsetzbar – langfristig. Für mich war der Weg zu Clean Eating irgendwie ein ganz logischer Weg. Es ging mir wahrscheinlich ähnlich wie dir, ich hatte meine Regeln und bin durch Zufall auf das Thema gestoßen und habe mich dann richtig mit dem Thema auseinandergesetzt.

      Von Overnight Oats habe ich auch schon gehört, habe mir aber noch keine gemacht. Mein Frühstücks-Haferflocken sind jedoch ähnlich, ich nehme anstatt Milch Haferdrink oder Soja-Reisdrink. Daraus mache ich bald einen Post, weil mich diese Flocken so begeistern.

      Mich freut, dass du auch einen ähnlichen Ansatz lebst 🙂

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  3. Ein toller Beitrag.
    Ich sehe es ja wie du: Ausnahmen bestätigen erst die Regel. Was bringt es einem, sich die Schokolade zu verbieten und dann nur noch mehr Heißhunger zu entwickeln. Da doch lieber gemäßigt zugreifen und sie richtig genießen.

    Und danke für die Verlinkung 🙂

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    1. Danke sehr. Ich finde auch, dass man sich nichts verkneifen muss. In Maßen geht doch auch Schokolade 🙂

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  4. Hallo Bee,

    heute Abend geht die Zusammenfassung der Blogparade online. Was ich Dir jetzt schon bestätigen kann (eigene Erfahrung) ohne Schokolade und ab und an was Süßes geht es nicht 🙂

    LG
    Marco

    Antworten

    1. Hallo Marco,

      momentan greife ich gerne auf getrocknete Aprikosen zurück, wenn ich Lust auf etwas Süßes habe. Wie gesagt nicht zu streng darf es sein, je mehr Restriktionen, desto schwieriger….
      Bin schon gespannt auf die Zusammenfassung.

      Liebe Grüße, Bee

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  5. Liebe Bee,

    cleaneating sagt mir auch zu und wie Du das so beschreibst (dass das alles für Dich eine logische Schlussfolgerung ist), so empfinde ich das auch. Manchmal denkt man über etwas nach und es erscheint einem so völlig logisch.

    Ich habe direkt auch noch eine Frage zu der Bio-Kiste, die Du abonniert hast. gerade letztens habe ich schon einmal über so Kisten etwas gelesen und habe vor ein paar Tagen heraus gefunden, dass wir auch jemanden in der Nähe haben, der so etwas anbietet. Hast Du mal nachgerechnet, ob das etwas günstiger ist, als wenn Du die gleichen Lebensmittel im Geschäft kaufst? Das würde mich total interessieren 🙂

    Liebe Grüße,

    Laura

    Antworten

    1. Liebe Laura,

      es war wirklich so, ich habe diese Regeln für mich definiert und bin erst danach auf Clean Eating bei Pinterest gestoßen. Eine tolle Form der Ernährung, die ich mit der Familie umsetzen kann.
      Ich kannte den Hof schon, der die Kiste ausliefert. Der Preis ist im Laden nicht mehr als wenn es mir geliefert wird, wobei ich mir gut vorstellen kann, dass es Geschäfte gibt, die da aufschlagen.

      Vielen Dank für deinen Kommentar.

      Liebe Grüße, Bee

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  6. Den Begriff Clean Eating kannte ich bisher noch nicht.
    Ich bin jemand, der sich schwer tut, Zucker einfach wegzulassen.
    Aber ich probiere gerne Neues aus und merke dann immer sehr schnell, ob es mir und meinem Körper gut tut.
    Danke für deine Inspiration!

    Liebe Grüße,
    Sabine

    Antworten

    1. Liebe Sabine,

      das ist anfangs auch ganz schön schwer ohne Zucker, ehrlich. Da merkt man aber auch, dass es eine Macht der Gewohnheit ist zur Schokolade zu greifen. Wenn ich jetzt Lust auf etwas Süßes habe, nehme ich Obst (das kann ich allerdings oft nicht gut vertragen) oder zu getrockneten, unbehandelten Früchten. Gestern Abend hatte ich wirklich Heißhunger auf etwas Schokolade und habe mir 3 Stück gegessen. Seit ich Zucker weglasse (seit fast 4 Wochen) fühle ich mich deutlich besser.

      Ich bin auch durch Zufall auf den Ausdruck Clean Eating gestoßen und war sehr überrascht, dass es meiner Ernährungsweise sehr nahe kommt. Ich kann dir das Buch von Tosca Reno sehr empfehlen, es ist ein guter Einstieg 🙂

      Liebe Grüße, Bee

      Antworten

  7. Hallo Bee,

    also dank für den Beitrag. Finde deine Disziplin bemerkenswert. Ich muss auch versuchen auf mehr Fleisch und Zucker zu verzichten. Toller Tipp! Danke!

    LG

    Cristian

    Antworten

    1. Hallo Cristian,

      vielen Dank. Der Fleischkonsum ist bei uns wirklich gering, nach einer sehr strikten Zuckerentzugsphase, esse ich manchmal etwas mit Zucker, merke jedoch heute wie süß alles so ist.

      Liebe Grüße, Bee

      Antworten

      1. Hallo Bee,

        ok vielen Dank. Finde ich echt bemerkenswert die Disziplin, hoffe ich schaffe das auch! 🙂

        LG

        Cristian

      2. Zuckerlos ist hart am Anfang, hat wirklich was von kaltem Entzug. Nach ein paar Tagen ist man drüber weg.

        Gutes Gelingen

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