Curry black&white

Ein Curry gibt es bei uns schon so lange ich denken kann, meine Mutter hatte bereits ein Curry in ihrem Repertoire. Aber ich verändere ja gerne Rezepte bzw versuche sie weiterzuentwickeln. In Anlehnung an die wunderbare Serie bei Netflix „The Mind of a Chef“ habe ich mein ursprüngliches Rezept deutlich verändert und herausgekommen ist mein neues Rezept für Hähnchenfilet Curry.

Mit diesem Beitrag nehme ich an dem Blogevent von Ina teil. Sie hat eine Aktion ins Leben gerufen, die sich Black & White nennt, die bis zum 28.02.2016 läuft. Dazu gibt es folgende Infos:

Wie genau stelle ich mir das nun vor: Es gibt keinerlei Einschränkung, was ihr mir Schönes kocht, backt, mix, rührt etc. Das Titelbild eures Post sollte in Schwarz-Weiß erscheinen, sodass ich es später für die Zusammenfassung und eine Galerie verwenden  kann. Die restlichen Bilder können natürlich ganz normal in Farbe verbloggt werden. Wer keinen Blog hat, schickt mir sein Bild einfach per email.

Currys passen herrlich zum Winter, sie wärmen einen durch, zudem ist Kurkuma drin, dem ja momentan so tolle, gesundheitsfördernde Eigenschaften zugesprochen werden. Es ist ein ganz einfaches Gericht, das wirklich fast jeder nachkochen kann. Wer jetzt Lust auf Curry bekommen hat – lest weiter und kocht es nach.

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So wird es zubereitet

Mit dem Schneiden des Fleischs fange ich an. Bei Hähnchenbrust muss man hygienisch vorgehen und alles, was damit Kontakt hatte heiß abspülen und danach in die Spülmaschine stecken, ebenso die Arbeitsfläche sollte nach der Zubereitung richtig gesäubert werden. Leider befinden sich in Geflügel wie auch in Schweinefleisch nicht selten Bakterien. Daher bitte mit Vorsicht arbeiten.

Man kann schon zu Anfang den Reis aufsetzen, ich habe mich im Rahmen dieses Events für eine Mischung aus weißem und schwarzem Reis entschieden. Dieser braucht gute 20 Minuten zum Garen.

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Also das Fleisch ist in dünne Streifen geschnitten, auf das frisch geschnittene Fleisch kommt der Saft einer halben Zitrone oder Limette. Danach würfele ich die 2 Schalotten, diese gebe ich sofort in die Pfanne und dazu gebe ich Olivenöl. Bei mittlerer Hitze dünste ich die Schalotten glasig, jetzt kommt das Hähnchenfilet dazu, weiterhin bei mittlerer Hitze garen. Wenn das Fleisch nicht mehr rosa ist, kann man das Currypulver sowie den Ingwer und den Knoblauch dazugeben. Ingwer und Knoblauch presse ich durch die Knoblauchpresse. Das ist keine Werbung, nur eine persönliche Empfehlung, ich nehme immer das Curry von Bio Wagner.

Bevor ich die Sauce in Angriff nehme, lasse ich das Fleisch mit den Gewürzen noch etwas in der Pfanne brutzeln. Als Saucenbasis nehme ich Joghurt. Man kann gerne Schmand oder Saure Sahne oder Kokosmilch nehmen, ich habe früher auch Schmand genommen. Das Curry bekommt durch das Joghurt eine leicht säuerliche Note, wer das nicht mag, kann sich ja andersweitig (s.o) helfen. Alles gut verrühren und noch einmal richtig durchziehen lassen. Zuletzt schmecke ich mit Salz noch ab. Jetzt garniere ich das Curry noch mit etwas milder Chilischote.

Fertig ist das Easy Curry, das übrigens 3 gute Portionen ergibt.

Rezept Curry

Anmerkung zu Food und s/w

Die Idee, die Fotos in schwarz-weiß zu halten hat mir gut gefallen, auch wenn nur ein schwarz-weißes Foto gereicht hätte. Beim Bearbeiten der Bilder habe ich festgestellt, dass Farbe gerade für Food-Bilder sehr wichtig ist. Daher möchte ich einfach zum Dagegenhalten eines der obigen Bilder in Farbe zeigen – der Unterschied ist gravierend.

Was meint ihr?

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  1. in bunt gefällt es mir besser 🙂 aber dass du geschafft hast, essen in schwarzweiß so sehenswert abzubilden finde ich toll! das ist mir noch nicht gelungen.

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    1. Ganz ehrlich, das war sehr aufwendig. Ich habe alles in raw fotografiert, weil ich so besser bearbeiten kann. Das waren pro Bild min 4 Runden Bearbeitung, weil immer wieder nachgebessert habe.

      Und ich stimme dir zu: Der Appetit kommt mit der Farbe.

      Liebe Grüße, Bee

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  2. Ich liebe Currys, mit Hähnchen und auch mit Fisch. Sie sind einfach in der Zubereitung und so vielfältig. Beim Durchlesen deines Posts habe ich gleich Lust und Hunger auf ein Curry bekommen.

    Eine Inspiration für mein Mittagessen morgen 🙂

    Liebe Grüße
    Mimi

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    1. Das freut mich, liebe Mimi. Currys mögen wir alle sehr gerne, auch scharf. Ich hatte es vorher ein wenig anders zubereitet, war aber durch eine indische Köchin inspiriert meine Version zu ändern 🙂

      Vielleicht magst du es mal ausprobieren? Ich weiß noch gar nicht, was ich morgen kochen soll…

      Liebe Grüße, Bee

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  3. Mein Freund und ich lieben Curry, gibt es bei uns ganz oft. Vor allem dann, wenn mal wieder zu viel Gemüse im Kühlschrank ist und wir nicht wissen was wir damit machen sollen bevor es schlecht wird.
    Mit Joghurt koche ich irgendwie nicht so gern, dafür liebe ich Kokosmilch!
    Aber tolles Rezept, dass es mit so wenig Zutaten auskommt und sich trotzdem so lecker anhört und aussieht 🙂

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    1. Danke, Danny 🙂

      Die Joghurt-Variante kam von der indischen Köchin, Kokosmilch kenne ich auch, das gibt dem Curry gleich eine ganz andere Note. Ich bin ein großer Curry Fan, ganz entscheidend finde ich den frischen Ingwer. Yummie.

      Dann mal ran an die Pfanne…

      Liebe Grüße, Bee

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  4. RAW ist eine geniale Erfindung 😉 Und Hut ab, s/w war mutig aber es hat sich voll und ganz gelohnt. Ich bewundere Dein Talent, Essen und Fotografie zu verbinden. Ist gar nicht so einfach und Du hast es zum wiederholten mal jetzt klasse gelöst. Ganz genial! Und ja, ich hab jetzt auch richtig HUNGER bekommen 😉
    lg und eine schöne Woche!!

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    1. Hallo Markus,

      herzlichen Dank, so liebe Worte. Im Nachhinein war die Entscheidung für Food und s/w eine mutige. Food-Fotografie braucht Farbe! Momentan bin ich Feuer und Flamme für Food-Fotografie, habe einige Ideen für Rezepte, die man schön darstellen kann. Du kannst gerne vorbeikommen, du bist herzlich willkommen.

      Liebe Grüße, Bee

      Antworten

  5. Ich finde die Farbe auch gerade bei Essen sehr wichtig. In schwarz-weiß kann mich dein Curry leider nur abschrecken, in Farbe sieht es lecker aus.
    Wegen dem Fleisch wäre es allerdings nichts für mich…
    Liebe Grüße

    Antworten

    1. Hallo Tabea,

      das glaube ich, dass mein Curry dann nichts für dich ist, wenn du dich vegetarisch oder vegan ernährst. Dass die Bilder dich abschrecken tut mir leid. Es war ganz schön schwer die farbigen Bilder zu entfärben, da die Farbe ganz entschieden den Apettit anregt, aber das war die fotografische Aufgabe des Blogevents…

      Liebe Grüße, Bee

      Antworten

  6. Liebe Bee,

    das sind wirklich außergewöhnliche, tolle Fotos.

    Auch auf die Gefahr, dass ich mich wiederhole, aber du solltest unbedingt professionell für ein Food Magazin fotografieren.

    Auch wenn Food Fotos von der Farbe leben, sind dir diese schwarz-weiß Aufnahmen sehr gut gelungen.

    Liebe Grüße

    Rosa

    Antworten

    1. Liebe Rosa,

      ganz lieben Dank! Das wäre ein cooler Job, aber da gibt es ganz sicherlich viele, die besser sind als ich. Nichtsdestotrotz ich fänds toll!

      Ganz schön schwierig Food ohne Farbe, daher musste ich das Farbbild einfach mal dagegen setzen.

      Herzliche Grüße, Bee

      Antworten

  7. Ich habe ja erst kürzlich Reis für mich entdeckt, mochte ihn früher eigentlich nicht ,aber heute muss ich zugeben: er schmeckt mit der richtigen Soße echt super. Curry muss ich somit nun auch echt mal ausprobieren.

    Danke auch für dein liebes Kommentar.
    Die habe ich leider gerade auch, aber das sind bei mir auch nur kurze Zeiten, in denen ich mich dann gar nicht zum Lesen zwinge. Die Lust kommt von alleine wieder. Das mache ich genauso, wenn mich ein Buch null anspricht breche ich heute auch ab, ist aber bei mir ebenfalls nur sehr selten der Fall. Bisher habe ich doch ein gutes Näschen.

    Antworten

    1. Seitdem ich Quinoa kenne, habe ich ganz lange keinen Reis mehr gemacht. Für dieses Gericht habe ich einen Basmati gemischt mit Wildreis genommen, der schmeckte mir ganz gut, nicht ganz so fad wie normaler Parboiled. Reis lebt. on dem, was es dazu gibt, ein Curry passt einfach 🙂

      Ich kaufe mir übrigens als nächstes Buch ein Kochbuch 😉

      Liebe Grüße, Bee

      Antworten

  8. Hört sich echt lecker an. Und sieht auch so aus. Hmm, wenn ich den Ingwer weglassen, dann essen es meine Kids glaub ich auch sehr gerne.
    Oder schmeckt es dann eher lau?
    Liebe Grüße
    Nila.

    Antworten

    1. Hallo Nila,

      der Ingwer ist schon entscheidend für den Geschmack, aber gerade kleinere Kinder werden da sicherlich nicht so begeistert sein. Ich gebe das schon ein ziemliches Stück rein, vielleicht nimmst du ein kleines Stück, das gibt dann auch nur einen Hauch Schärfe. Gerade für Kinder solltest du vielleicht auch auf das Joghurt verzichten, das gibt dem Ganzen eine ziemliche Säure. Als meine Tochter kleiner war, habe ich immer Kokosmilch genommen.

      Liebe Grüße, Bee

      Antworten

      1. Kicher, meine Kinder sind schon 20, 18 und 15 😉 Aber Ingwer konnte ich ihnen bis heute nirgends hineinschmuggeln (Gemüsesuppe usw….) ohne dass sie es merkten. Dies ist irgendwie eine NOGOknolle in unserer Familie. Schade 🙁 Aber morgen kaufe ich mal ein. Mal gucken wie es ohne Ingwer schmeckt.
        LG

      2. OK 😉

        Dann lass den Ingwer weg, nimm stattdessen Chili oder Pepperoni, du müsstest versuchen durch Alternativen würzige Schärfe reinzubringen. Milde Chili passt ganz gut, oder scharfes Paprikapulver geht auch. Der eigentliche Charakter geht dadurch etwas verloren, es sollte aber trotzdem schmecken. Gutes Gelingen.

        Liebe Grüße, Bee

  9. Ich hätte nie gedacht, dass Reis auf einem s/w Bild so toll aussehen kann. 😀 Auch das Curry sieht wirklich toll aus. Vielen Dank, für deinen Beitrag.
    Lieben Gruß
    Ina

    Antworten

    1. Danke… das war aber auch eine Herausforderung. Viele Bearbeitungsschritte in RAW, ich habe auf jeden Fall eine Menge gelernt dabei 🙂 Es hat viel Spaß gemacht, eine schöne Idee für ein Blogevent. Vielleicht hast du noch einmal etwas in der Art, eine Kombi aus Fotoprojekt und Rezept – mir gefällt so was.

      Liebe Grüße, Bee

      Antworten

  10. Schwarz&Weiss ist was ganz ganz tolles. Beim Essen aber, finde ich Farbe extrem wichtig und würde sogar sagen, dass es ein Muss bei der Foodfotografie ist. Diese Erfahrung hast Du ja bereits selber gemacht.
    Wenn das Auge keine Farben sieht, fängt der Mund nicht an zu sabbern 😉
    LG Jan

    Antworten

    1. Ja Jan, das mache ich auch nicht wieder. Ich habe einige Beiträge der anderen Teilnehmer gesichtet, manche waren wirklich gut, aber ohne Farbe passiert da nichts. Auch die geschmackliche Vorstellung ist dann gleich Null. Ich bin sehr optisch veranlagt und ohne Farbe ist es einfach nicht das Gericht, das ich kenne oder mir vorstelle. Es war ein Experiment mit sehr viel Bearbeitung der Bilder.

      Um eine Erfahrung reicher bin ich jetzt 🙂

      Antworten

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