12 Magische Mottos 2.07

Das große L-Wort ist das Thema des Monats Juli. Liebe. Ich glaube nicht, dass ich im Rahmen von Blog-Projekten auf ein bedeutungsvolleres Wort gestoßen bin. Damit ist diese Aufgabe sowohl schwierig und auch einfach – schwierig, weil ich ganz sicherlich nicht Herz-Bilder zeigen werde, die optische Umsetzung fällt mir nicht einfach. Doch trotzdem einfach ist es, weil dieses große Wort so viele Möglichkeiten bietet sich auszudrücken

Auch wenn die Magischen Mottos ein Fotoprojekt sind, werde ich Bilder nur nebenbei zeigen, es geht hier um den Inhalt, das Geschriebene, in Worte gefasst. Bei mir geht es um …

Die Liebe zu sich selbst, zum eigenen Leben

Auf den ersten Blick mag das egoistisch erscheinen, vielleicht sogar einen Anstrich von Narzissmus haben. Doch diese „Liebe“ meine ich nicht, ich meine Akzeptanz.

Durch mein Studium und viele Jobs habe ich wirklich viele Menschen kennengelernt. Manche dieser Menschen haben mir gezeigt und mir die Augen geöffnet, wie ich nie sein möchte, haben in mir eine Basis geschaffen mich zu reflektieren, mich zu hinterfragen. Man lernt von Menschen, die einen beeindrucken oder auch abstoßen, warum löst ein Mensch in mir Bewunderung aus? Auch als Mutter setzt man sich mit Werten auseinander, was möchte ich meinem Kind vermitteln. Was ist mir wichtig im Leben?

What really matters

An allererster Stelle wünsche ich mir und meiner Familie das, was Geld mir nicht kaufen kann: Gesundheit. Ich stopfe nicht alles in mich hinein, achte auf Qualität bei der Nahrung. Das garantiert mir nicht Gesundheit, aber schafft dem Körper eine gute Basis. Gesundheitlich habe ich sicherlich nicht die besten Karten gezogen – TROTZDEM lasse ich mich nicht hängen. Ich habe gelernt, dass ich damit leben muss, ich kann manche Baustellen nicht wegzaubern, sie sind ein Teil von mir.

Im Laufe der Jahre habe ich mich selbst kennengelernt und bin an Aufgaben gewachsen. Charakterlich bin ich sehr stark, dazu auch wissbegierig und ich habe große Freude über Themen zu lesen, die mir irgendwo mal über den Weg gelaufen sind. Das macht mich aus, meine Leidenschaft, meine Begeisterung für Neues. Ich brauche Menschen um mich herum, da ich sehr gerne mit anderen in einen Dialog trete. Jeder Mensch, der einen (mal kürzer oder länger) begleitet, prägt einen auf unterschiedliche Art und Weise.

Akzeptiert und angenommen

Ich kann heute sagen, dass ich mein Leben liebe. Ich strebe nicht nach mehr Geld oder Anerkennung, was ich habe ist gut und es macht mich glücklich. Natürlich sage ich manchmal, ich wünsche mir mehr Ruhe, weil der Alltag schon ziemlich turbulent ist… aber mein Leben ist so. Ich akzeptiere mich, wie ich bin, mit meinen Stärken und Schwächen, mit dem, was ich zu bewältigen habe. Ich habe für diese Erkenntnis ein paar Jährchen gebraucht. Doch genau dieser Weg gibt mir ein Selbstbewusstsein.

Love yourself!


 

  1. dazu hat whitney houston einmal ein großartiges lied geschrieben: the greatest love. ein ganz wundervoller beitrag, ganz herzlichen dank für diese offenen worte <3

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    1. Liebe Christina, mir fehlte lange der richtige Ansatz für meinen Post. Meine Tochter und ich hatten neulich zu Buddhismus recherchiert, damit kam mir die Idee für meinen Beitrag. So persönlich werde ich hier selten, aber es passte einfach 🙂

      Und ja, das schöne Lied von Whitney Houston kenne ich und mag es sehr.

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      1. es ist schön, dass es diesmal so persönlich geworden ist und ich freue mich, dass die magischen mottos der anstoß dafür waren 🙂

      2. Es ist eine Überwindung gewesen. Mal sehen, ob sich da noch mal eine Chance ergibt 😉

      3. wer weiß, vielleicht! manchmal passiert es einfach. dann wieder länger nicht und dann mal wieder schon 🙂

  2. Liebe Bee,

    wie schön ist es, wenn man sagen kann, ich liebe mein Leben, liebe mich selbst, bin zufrieden mit dem, was man hat.
    Ich tu schon mal 5 Euro ins Phrasenschwein. Gesundheit ist aber nun mal ein hohes Gut. Die kann man sich mit allem Geld der Welt nicht kaufen.

    Danke für diesen schönen Beitrag, die wunderschönen Bilder, vor allem – die in Worte gefassten – Bilder sind sehr schön.

    Lieben Gruß

    Hans

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    1. Lieber Hans,

      Ich hoffe, dass es nicht nach einer abgedroschenen Phrase klingt. Das Ich anzunehmen hat gedauert, ich bin ein Realist. Trotz meiner Emotionalität kann ich vieles rational betrachten und muss einfach sagen: Jammern führt mich nirgendwo hin. Klar ist es mir auch manchmal zuviel, unterm Strich bin ich glücklich und liebe mein Leben. Ich kann mich an so vielen Sachen erfreuen – zum Glück 😀

      Ganz liebe Grüße, Bee

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      1. Liebe Bee,

        natürlich ist nicht das, was Du geschrieben hast, abgedroschen.
        Ich meinte damit meine Aussage: Gesundheit ist ein hohes Gut. 😉

        Lieben Gruß
        Hans

      2. Ah ok 😉 Gesundheit wird von Menschen, die nichts haben, als selbstverständlich hingenommen, leider ist es das nicht, das wissen wir beide. Das klingt nach Phrase, ich gebe dir absolut Recht. Ich denke auch oft, es wäre toll, wenn ich mich ganz frei bewegen könnte, leider ist es nicht so und so lebe ich damit. Die Enttäuschung habe ich hinter mir gelassen…

        Liebe Grüße und ein schönes Wochenende 😀

  3. Liebe Bee, ein sehr schöner, persönlicher und positiver Beitrag. Ich denke auch, man muss zuerst sich selbst annehmen und lieben können. Nur wenn das klappt, kann man auch nach aussen lieben.
    Ganz immer schaffe ich das nicht, manchmal hadert man auch (vielleicht sind das auch die Momente, in denen man wächst, sich entwickelt?) Aber im allgemeinen kann ich mich gut annehmen und mit mir leben, wie ich bin – ein riesiges Glück und nicht selbstverständlich, denke ich.
    Liebe Grüsse, Miuh

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    1. Liebe Miuh,

      Ja, sich anzunehmen ist ein Prozess, man muss Erfahrungen gesammelt haben, muss auch Schlechtes erlebt haben, man wächst an Positivem wie Negativem. Irgendwann fügt sich ein Puzzle zusammen. Hadern ist wichtig, dem Warum auf den Grund gehen.

      Du hast Recht, viele gucken nach links und rechts und denken sich, warum habe ich das nicht, warum kann ich das nicht auch so. Was man nicht erreichen kann muss akzeptiert werden, sonst ist man immer unglücklich.

      Herzliche Grüße, Bee

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  4. Ich freu mich immer wieder zu welch positiver Lebenseinstellung eine gewisse Beschäftigung mit dem Buddhismus führen kann. Ich habe das Selbstakzeptieren und die Eigenverantwortung auch dort gelernt.

    Für die Qualität der Fotos sind dann wohl wieder andere Faktoren verantwortlich 🙂

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    1. Meine Tochter ist schon in der Grundschule im Religionsunterricht auf den Buddhismus getroffen und sie interessiert sich sehr für die Inhalte, letzte Woche hat sie wieder einmal Infos gesammelt und wir haben über die Thesen gesprochen. Ich weiß gar nicht, ob ich das hier schreiben kann, sie möchte gerne zum Buddhismus konvertieren. Soweit ich das sagen kann (ich bin kein Experte) ist das Akzeptieren ein Standbein dieser Religion, wobei ich das Friedliche dabei so mag. Fast schon ein way-of-life

      Herzliche Grüße, Bee

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  5. Ach Bee, dass du Liebe irgendwie nicht nur durch ein Herz abbilden willst, kann man sich ja fast schon denken. Du bist einfach immer jemand, der außerhalb der Box Inspiration für Fotos sucht 😉

    Liebe zu sich selbst finde ich sehr wichtig – aber ich habe lange gebraucht, um sie zu finden. Und noch heute kommt sie phasenweise abhanden… wie das eben so ist.

    Was du da über dich schreibst, klingt wundervoll. Auch ich reflektiere ohne Kinder schon manchmal, wie ich sein will und welche Werte ich leben will. Allein schon, um meiner Umwelt ein Vorbild zu sein 😉 Eine gute Basis versuche ich mir dabei zum Beispiel gesundheitlich durch eine eher gesunde Ernährung ohne Fertigprodukte und mit viel SPort zu erhalten. Aber meine Neigung zu Schokolade und meinen Körperbau mit Schrott-Knien habe ich trotzdem akzeptiert.

    Dein Charakter klingt für mich wundervoll – ganz so wissbegierig bin ich leider nicht immer und außerdem habe ich auch Probleme damit, wenn ich viel unter Menschen sein muss.

    Also: Tolle Worte – auch, wenn ich bei den Fotos sicher nicht als erstes an Liebe denken würde.

    Liebe Grüße

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    1. Liebe Tabea, keiner ist perfekt, auch die Macken muss man akzeptieren. Man kann nicht nur tolle Eigenschaften haben, das erkennt man irgendwann, dass keiner perfekt ist und dann lebt es sich entspannter. Es ist auch ein langer Weg, weil man über die Jahre immer wieder neue Erfahrungen macht. Diese öffnen die Augen für das, was man möchte. Die Bedürfnisse ändern sich mit dem erwachsen und älter werden.

      Gesunde Ernährung finde ich sehr wichtig, Fertigprodukte gibt es bei uns so gut wie nie. Der Körper dankt es einem 🙂 Die Wissbegierde muss von meinen Eltern kommen, mein Bruder hat es genauso in sich, wir sind auch sehr begeisterungsfähig.

      Die Bilder sind nicht Liebe in Bildern, sondern Bilder, die meinen Selbstfindungsprozess reflektieren sollen. Sehr schöne Momente, zB die alte Frau, die am Rheinufer sitzt. Eine absolute Ausnahmesituation, da sitzt normalerweise nie eine arme Frau, ich hatte ganz zufällig die Kamera im Auto und habe fotografiert, ein joggender Herr sprach mich dabei an, das sein ein sensationelles Motiv. Ein wunderbarer Moment einfach, das Auge haben für das Nicht-Alltägliche.

      Vielen Dank für deine lieben Worte.

      Herzliche Grüße, Bee

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  6. Liebe Bee,

    das ist ein ganz toller Post! Wunderbare Worte, die eine liebenswerte Erkenntnis offenbaren. Danke, dass du diesen Einblick mit mir teilst. Ich finde es großartig, dass du diese Lebenserfahrung gewinnen konntest. Nicht jeder Mensch ist in der Lage, für sich einen ähnlichen Zustand der Zufriedenheit zu finden. Akzeptanz zu sich selbst, seelisch, körperlich und geistig, ist für mich ein ganz wichtiger und wertvoller Lebensbeitrag.

    Ich wünsche dir ein ganz tolles Wochenende.
    Liebe Grüße, nossy

    Antworten

    1. Liebe Nossy,

      herzlichen Dank! Ich offenbare mich nicht so gerne hier. Aber meine Tochter und ich hatten ein Gespräch über den Buddhismus und in diesem Gespräch kam mir diese Idee 🙂 Jammern ist nicht meine Art, weil es einfach unproduktiv und negativ ist. Auch wenn Menschen in meinem nahen Umfeld eine negative Aura haben, die lasse ich ziehen, ich mag das nicht. Zwischenzeitlich habe ich ein sehr gutes Gefühl für meine Mitmenschen und irre mich selten.

      Sich selbst akzeptieren heißt sich gut zu kennen, das fällt – glaube ich – manchen schwer, sich selbst zu erkennen.

      Auch für dich ein wunderbares Wochenende.

      Herzliche Grüße, Bee

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  7. Moin Moin liebe Bee
    hmmmmmmm… Sich selbst lieben……. Das fällt mir so schwer……
    Mein Körper hardert täglich mit meinem Ich. Ich hätte nie gedacht, das sich ein Körper nach den Wechseljahren so verändern kann. Trozdem arbeite ich täglich an meinem eigenem Selbstwertgefühl – mal mit mehr Erfolg mal mit weniger…
    Ein sehr schöner Beitrag zum Thema *Liebe* Auch wenn es so ganz andere Bilder sind, denke ich das dadurch der Blogroll von Paleica auch auf so eine schöne Art bereichert wird!
    (Ich pausiere diesen Monat noch bei Paleica *zwinker)
    Ganz liebe Grüsse von mir zu dir sende,

    Britta

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    1. Liebe Britta, ich kann nachvollziehen, wenn der Körper sich verändert und alles anders ist. Ich weiß auch was es heißt damit zu hadern. Eingeschränkt sein ist nicht schön, das finde ich auch. Hast du mal Yoga versucht, es gibt dieses Yoga speziell für die Wechseljahre, soll wohl Wunder wirken 😉 habe tolle Sachen drüber gehört. Wenn du magst verlinke ich dir gerne mal etwas…

      Die Bilder sind sicherlich nicht das, was man so erwartet beim Thema Liebe. Genau diese Bilder schwebten mir im Kopf herum, als ich den Artikel schrieb. Inspiriert durch das Thema Buddhismus 🙂

      Ganz liebe Grüße, Bee

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      1. Huhu liebe Bee
        Danke für deinen Tipp mit dem Joga. Als ich merkte, das ich in diese Phase komme, habe ich mir einen lang gehegten Traum verwirklicht.
        Ich mache Thai Shi /bzw. Qi Gong. Zuerst zwei Jahre in einer Gruppe mit einer sehr versierten Thai Shi Meisterin. Leider hat sich die Gruppe aufgelöst. Aber das macht mir nichts. Ich mache meine Übungen auch gerne alleine, wenn ich auf Foto-Tour bin oder am kleinen See im Wald.
        Das hat mir schon viel geholfen! Genau das Richtige für mich in den Wechseljahren und zum körperlichen und geistigen Ausgleich.

        Ich wünsche dir noch einen zauberhaften Sonntag und das es ganz, ganz schnell dreimal bei dir klingelt *grins

      2. Sehr gut, liebe Britta. Da bist du ja schon gut unterwegs, Qi Gong habe ich auch einmal versucht, dafür fehlt mir leider die Balance, eine Körperhälfte hat viel weniger Kraft als die andere. Ich hatte von einer ehemaligen Kollegin gehört, die Seminare zu Hormon Yoga gibt, das will ich mal versuchen im Herbst. Ich habe auch schon mit pflanzlichen Tees gearbeitet, die fand ich sehr hilfreich.

        Die Lieferung geht morgen raus und ich bin mega gespannt drauf… 😉

  8. Das mit dem Joga für dich hört sich doch toll an! Ein Versuch ist es auf jedenfall wert! Dann kann der Herbst ja kommen, für tolle neue Aufgaben! ;o)

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  9. Ein wundervoller Text und tolle Gedanken… Ich finde auch das dieses Thema gar nicht sooo einfach umzusetzen ist. Daher find ich Deine Herangehensweise wirklich gelungen und würdig! Ich hab mich auch schwer getan und werd mich daher auch verspäten in diesem Monat. Aber ich denke ich hab was gefunden 😉

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    1. Vielen Dank, Markus. Die Umsetzung ist schwierig, wenn man nicht Herzchen nehmen möchte. Zumindest fiel es mir sehr schwer, somit landete ich bei einem Textbeitrag. Wie man hier liest, sicherlich auch mit der Bebilderung, nicht das, was so erwartet wird. Es ist auf jeden Fall mein ganz persönlicher Beitrag und das ist mir wichtig.

      Ich bin gespannt, Markus und warte auf deine Interpretation von Liebe 😉

      LG Bee

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