12 Magische Mottos – 08

Oho, es ist schon August und das Projekt ist damit zu zwei Drittel durch. Ich mag die Magischen Mottos, es gibt Aufgabenstellungen, die mir sehr liegen und welche, die mich nicht so ansprechen. Jeden Monat freue ich mich auf ein neues Thema. Der August ist minimalistisch, so sagt Paleica

Magischer Minimalismus

Minimalismus in der Fotografie bedeutet für mich mehreres. Jedenfalls bedeutet es, dass das Bild wenig Motiv und viel Fläche hat, dass das Motiv reduziert ist, vielleicht nur ein Ausschnitt vorhanden. Dass ein Motiv auf Geometrie und Form reduziert wird, ohne in seiner Gesamtheit erkennbar zu sein. Es beschreibt für mich Motive, die irgendwie eigentlich gar keine sind.

So sehe ich: minimalistisch

Ich stimme Paleicas Ansicht in Bezug auf die Motive teils schon zu, minimalistisch ist eine Extraktion, eine Reduzierung aus etwas Großem, Komplexem – vielleicht ein Makro. Aber es gibt durchaus auch Motive, die als solche völlig erkennbar sind und trotzdem minimalistisch sind. Oder auch etwas abstraktes, das durch Licht ein interessantes Motiv wird, meine Bilder verlassen teils den Raum des Erkennbaren, man erahnt was es sein könnte.

Die Aufgabenstellung entlockte mir zuerst ein Juhu, aber auf den zweiten Blick war es dann doch nicht ganz so einfach, zumal ich die Festplatte nicht so gerne benutze für die Mottos. Übrigens finde ich im Zusammenhang mit magisch minimalistisch einfach nur unglaublich passend.

12MM08-24

Das ist meine Auswahl

Das weiße Ei auf weißem Hintergrund war meine erste Idee. Schatten und Licht hatten wir ja schon mal als Motto, das passte für mich auch zu Minimalismus sehr gut, ich habe ein bisschen mit Papier herumgespielt. Grafisch mag ich.

Die andere Serie ist in Anlehnung an meinen Arbeitsplatz, ich bin ja eigentlich ein Marketing-Mensch, aber jetzt arbeite ich ein paar Stunden in dem Brillengeschäft einer Freundin. Als ich mich mit der Aufgabe auseinandersetzte kamen mir auch Brillen in den Kopf, Details rausarbeiten, die teils zur Entfremdung einer Brille an sich führen, eine Form losgelöst steht hier im Vordergrund.

Ich freue mich auf euer Feedback. Gefällt euch so eine Interpretation?


 

  1. Das Motto diesen Monat ist echt spannend – und wie du sagst: es passt bestens zu „magisch“.
    Ich muss sagen, dass ich das mit der Bedeutung ähnlich sehe… es sollte also möglichst nicht viel Hintergrund-Zeug da sein, das Motiv im Vordergrund stehen und helle Farben assoziiere ich auch mit Minimalismus, muss ich sagen.

    Ich muss sagen, dass die Brillen-Serie mein Favorit ist. Das Bild vom Ei ist leider so hell, dass ich es kaum erkennen kann…
    Aber die Brille ist halt einfach perfekt – das durchsichtige Material unterstreicht das Motto nochmal und mit Schärfe und Unschärfe hast du einfach wundervoll gespielt! 🙂

    Liebe Grüße

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    1. Danke, Tabea 🙂 Minimalismus ist für mich mehr als aus einem bestehenden Bild etwas rauscroppen. So einen super Fundus an guten Bildern habe ich nicht, daher musste ich neue machen.

      Das Ei soll auch so sein, dass man rätseln soll, was ist das? Und die Brillen, da war ich beim Fotografieren selbst total begeistert. Es freut mich sehr, dass es dir auch gefällt.

      Liebe Grüße, Bee

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  2. Wunderbarer Minimalismus – so wie ich ihn auch sehe. Ich mag die Themen auch und sich mal einfach mit etwas beschäftigen, was man sonst so nicht täte.

    Das Ei ist bestimmt das „Testbild“ für die Bildschirmeinstellung – wer es nicht richtig erkennen kann, sollte definitiv über Kalibrierung nachdenken 😉

    Bei den tollen Brillenbildern kann man sehen wie nah abstrakt und minimal beieinander liegen. Ich mag die Brille auch wegen der Farben.

    Aber auch die Differenzierung der Schatten in der Faltkarte – ich kannte mal eine Frau, die hat aus Karten wahre 3D-Klapp-Wunderwerke geschnitten. Dein Würfel ist ganz einfach erinnerte mich aber gerade wieder daran.

    Herzliche Grüße
    Birgit

    Antworten

    1. Herzlichen Dank, Birgit. Ein echt schönes Thema, das mir sehr liegt, ich mag reduziert und luftig sehr, auch privat 😉
      Das Ei ist etwas für gut kalibrierte Bildschirme, richtig. Ich wollte fast keine sichtbaren Übergänge, nur Andeutungen. Bei den Brillen gebe ich dir Recht, bei der Bearbeitung ist mir auch aufgefallen, das geht ins Abstrakte, ich habe mich beim Fotografieren auch in der Brille verloren, ich musste mich stoppen. Das ist oft bei Makros so 🙂 Papierfalterei ist subtil und fein, ich will das fotografisch auch noch einmal aufgreifen.

      Herzliche Grüße, Bee

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  3. Es gefällt mir sehr wie du das Thema umgesetzt hast, es ist schon toll zu sehen wie jeder einen anderen Blick darauf hat.

    Liebe Grüße, Patricia

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    1. Vielen Dank, Patricia. Das Thema liegt mir auch sehr. Und jeder interpretiert es anders, das ist das Spannende an solchen Projekten 🙂
      Ich freue mich schon wieder auf das nächste Thema.

      Liebe Grüße, Bee

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  4. Deine Umsetzung gefällt mir sehr. Die Details der Brille konzentrieren sich ganz auf die Linienführung – zusammen mit der Farbgestaltung … finde ich wirklich gelungen.

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    1. Vielen Dank, Lucy, das freut mich sehr. Die Brille hatte es mir auch angetan, ich hätte noch viele weitere Bilder davon machen können 🙂

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  5. Mir gefällt Deine Interpretation ausgezeichnet. Besonders der erste Teil mit dem Papier. Viel minimalistischer als die Reduktion auf Licht und Schatten geht es ja kaum noch und ich habe in der Tat eine Weile gebraucht um zu begreifen, was Du da eigentlich gemacht hast.

    Richtig tolle Fotos und perfekt für das Thema!

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    1. Vielen Dank, Arne. Über so ein super Feedback freue ich mich sehr 🙂 Ich setze mich mit dem Thema im Vorhinein wirklich auseinander und manchmal kommt mir so eine Idee, wie die mit dem Papier.

      Ich fühle mich wohl in luftigen, freien Räumen als Mensch und auch optisch. Schöne Aufgabenstellung, hat mir sehr gefallen.

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  6. liebe bee, das thema hast du wirklich toll umgesetzt. sehr spannend, sehr passend. danke für deine interpretation 🙂

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    1. Herzlichen Dank, Paleica. Ich mochte die Aufgabe auch sehr, ich hätte lässig noch einen Beitrag füllen können 🙂 Und wie immer freue ich mich schon auf das Thema des kommenden Monats, ich habe ja immer so Vermutungen 😉

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  7. Liebe Bee,

    die Fotos sind wirklich ganz großartig. Genau so stelle ich mir Minimalismus vor! Man muss mehrmals hinschauen, um die Fotos richtig aufzufassen.

    Ich möchte hier gerne Henri Cartier-Bresson zitieren: „Ein gutes Foto ist ein Foto, auf das man länger als eine Sekunde schaut.“ Deine Bilder werden ganz sicher länger als eine Sekunde angeschaut. Großartig!

    Liebe Grüße

    Sarah

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    1. Liebe Sarah,

      herzlichen Dank für deine lieben Worte. Das Zitat ist sehr schön, ich kannte es nicht. Minimalismus ist für mich etwas ganz Dezentes, Reduziertes. Auch wenn es unterschiedliche technische Ansätze in diesem Post sind, das ist meine Vorstellung davon 🙂 Ich entwickle mich noch und entdecke zwischenzeitlich Vorlieben und auch Stärken.

      Ganz liebe Grüße, Bee

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  8. Sehr minimalistisch und fein umgesetzt. Das entziehen der Kontraste hat wirklich ein klasse Wirkung. Also ein TOP von mir!

    LG, Gerd

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    1. Das freut mich sehr, Gerd. Danke. Zu Minimalismus viel mir einiges ein. Für mich ein echt interessantes Thema

      Liebe Grüße, Bee

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    1. Danke, Tabitha. Das Ei soll auch so ein Hingucker sein, die Grenzen sind kaum wahrnehmbar. Ultraminimalistisch 😉

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