12 Magische Mottos 2.06

So ein schönes Thema, Fehler zeigen. Wobei es hier ja nicht wirklich um Fehler geht, sondern um Bilder, die trotz einer Nicht-Orientierung an allgemeingültigen Foto-Regeln einfach gute Bilder sind.

So gibt es heute…

Don’t do this

2 Do Nots möchte ich beleuchten. Zum einen ist das: Licht. Zuviel Licht ist verpönt und ganz besonders wenn es noch zu ausgebrannten Flächen führt, ich hingegen liebe es als bewusst eingesetztes Gestaltungselement, auch wenn mein Histogramm mir zeigt, dass ich mit meiner Aufnahme „falsch“ liege. Es gab ja mal einen Post dazu, die Aufgabe hieß Reduktion auf das Wesentliche. Viel Licht rückt das Wichtige ins Zentrum, das Drumherum wird einfach überblendet bzw ausgeblendet.

Schärfe. Heute passiert es mir deutlich seltener als zu Anfang, ungewollte Unschärfe. Manchmal ist das auf falsche Einstellungen zurückzuführen ist, aber Unschärfen oder Schärfe an falscher Stelle sind bei mir immer noch drin, wenn ich manuell fokussiere.

Wie auch bei Licht gibt es auch hier bewusst genutzte Unschärfe, einfach nur schön. Ich nutze Unschärfe sehr gerne, Unschärfe durch ein Verlagern des Fokusbereichs oder auch Unschärfe durch Bewegung. Immer wieder experimentiere ich damit herum. Manchmal ist es einfach nichts, manchmal kommt was richtig Tolles dabei heraus.

Den Don’ts Raum geben

Natürlich ist man regelkonform auf der sicheren Seite, aber ich finde, der Bereich links und rechts abseits der Regeln ist spannend und frei für den Kreativen.

Seid ihr auch kritisch mit euren Bildern? Haltet ihr euch an Regeln beim Fotografieren?


 

  1. Ich finde gerade das „überbelichtete“ Foto sehe schön. Für mich gibt es keine Regeln beim Fotografieren.

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    1. Das freut mich, Mona, vielen Dank. Ich bin beim Fotografieren auch immer ganz intuitiv unterwegs, ich gucke schon nach dem Histogramm und versuche nichts abzuschneiden, das ist es schon. Ich probiere gerne herum und bin auch mutig dabei 🙂

      Liebe Grüße, Bee

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  2. Also es gibt schon Regeln und die zu nutzen ist meist nicht verkehrt. Zu wissen, wie man ein Bild aufbauen kann und warum es dann funktioniert ist schon nicht schlecht – vor allem für Betrachter 😉

    Manchmal funktioniert es aber auch anders – oder gerade deshalb – gegen die Regel aber funktionstüchtig, sogar oft mehr als mit Regel. So wie hier bei Dir. Stört mich nicht, dass das Blümchen ausgebrannt ist – es gibt dem Bild so etwas frisches und leichtes.

    Auch die Unschärfe des „Blumenbeets“ gefällt mir – sehr abstrakt – hat was malerisches und von den Farben her ist es sehr schön.

    Liebe Grüße
    Birgit

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    1. Herzlichen Dank, Birgit. Ja, Regeln zu kennen ist wichtig, ich kenne einfach noch nicht so viele und bin immer noch verunsichert, was die Drittelregel genau heißt. Bei Bildern mit Horizont zB weiß ich es, aber ansonsten bin ich mir nicht sicher, genau wie der goldene Schnitt, da bin ich gar nicht informiert. Und DESWEGEN mache ich mit dir die Visuellen Werkzeuge, einfach das Wissen im Hinterkopf zu haben und ein Bild so zu gestalten, dass es das Auge des Betrachters lockt und führt.

      Mit Unschärfe bin ich zwischenzeitlich echt gerne unterwegs, zuviel Licht kommt seltener zum Einsatz. Bei der Strohblume passte es, es gibt dem Bild eine Leichtigkeit und der Fokus liegt bei den spitzen Blütenblättern. Das unscharfe Bild ist von unserem ersten Ausflug in die Gruga, mein erster Kontakt mit bewusster Unschärfe 🙂

      Herzliche Grüße, Bee

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  3. Liebe Bee,
    deine Spiele mit Schärfe und Licht gefallen mir gut, und auch deine Gedanken zum Umgang mit Regeln finde ich interessant.
    Ich spiele ebenfalls immer wieder mit den Regeln auf diesen Gebieten, und jede neue Empfehlung, die ich erhalte, ist mir zwar wichtig, reizt mich aber auch zum Widerspruch.
    Das Entscheidenkönnen über den Regelbruch setzt halt die Kenntnis der Regel voraus, sonst macht’s mir keinen Spaß.

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    1. Liebe Ule,

      ich bin dabei mir Fotografie-Regeln anzueignen, ein paar Regeln kenne ich schon: das Histogramm, das Zusammenspiel von Blende, ISO und Belichtungszeit, nichts Abschneiden, gerader Horizont… aber nicht alles, mir fehlt da Basiswissen, das ich mir mit Birgit (die weiß schon alles ;)) aneigne, ich denke, dass – wie du sagst – das Wissen um die Regeln ein wichtiger Teil dessen ist diese Regeln zu missachten. Sonst ist es doch nur ein glücklicher Unfall.

      Gerade Unschärfe ist etwas, das mir sehr viel Spaß macht. Auch Unschärfe durch Bewegung. Man hat mit Glück traumhafte Bilder gezaubert und mit der entsprechenden Bildentwicklung wird es zur individuellen Expression.

      Herzliche Grüße, Bee

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  4. Echt ein geniales Motto, dass du toll umgesetzt hast!

    Ich muss ja zugeben, dass ich zumindest bei der Belichtung nie absichtlich überbelichtet habe bisher… Aus Versehen aber leider oft.
    Mit Unschärfe spiele ich inzwischen auch manchmal, aber meist habe ich wirklich Probleme damit, scharfe Bilder zu erzielen, wenn ich welche haben will. Gerade mit meinem analogen Objektiv habe ich da echt zu kämpfen.

    Ich glaube, Überbelichtung sollte ich auch öfter einsetzen…

    Leibe Grüße

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    1. Danke, Tabea. Mein erstes Mal war mit meinem Beitrag zu den Playdates, und ich hatte extremen Spaß dabei. Daher habe ich mit der Blume nachgelegt und finde die so recht f frisch und leicht. Es ist eine Interpretation von Blume.

      Wenn ich manuell fokussiere, habe ich auch Probleme. Gerade, wenn es um Makros geht, da liege ich gerne daneben. Zwischenzeitlich gucke ich nachdem ich das Bild gemacht habe sofort auf das Display meiner Kamera, denn manchmal hat man keine zweite Chance für ein Bild. Ich habe auch analoge Objektive, das ist alles andere als einfach, ich weiß 🙂

      Zu manchen Szenarien passt High Key und zu anderen Unschärfe, was willst du zum Ausdruck bringen, das ist immer die Frage!

      Herzliche Grüße, Bee

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  5. Licht und Unschärfe sind auch die beiden Themen, die mich reizen…Feine Beispiele zeigst du uns. Ich finde Regeln müssen sein zur Orientierung…und damit man sie gezielt brechen kann…;-). Einen schönen Sonntag! LG Lotta.

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    1. Herzlichen Dank, Lotta. Mir sind nicht alle Regeln bekannt, aber ein paar kenne ich schon, daher habe ich mich auch nur auf Licht und Schärfe beschränkt, zum goldenen Schnitt wäre es schon schwieriger gewesen. Ich fühle mich beim Experimentieren sehr wohl, bin da auch recht mutig und es macht Spaß!

      Liebe Grüße, Bee

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  6. Zwei ganz tolle Beispiele, liebe Bee. Und wenn ich sie unabhängig von diesem Beitragthema sehen würde, würde ich sie auch nicht mit einem „Don’t“ in Verbindung bringen. Das liegt aber auch daran, das ich das Überspitzte und Abstrakte sehr mag. Es macht neugierig sich ein wenig über die Grenzen hinweg zu setzen. Die Grenzen, die es ja eigentlich schon gar nicht mehr gibt.

    Woran ich mich grundsätzlich halte sind die maßgeblichen Einstellungen in der Kamera. Ich versuche die für mich optimalen Einstellungen für die Situation und die Lichtverhältnisse zu berücksichtigen. Nur in ganz wenigen Ausnahmen und auch nur wenn es Motiv oder Thema hergeben, stelle ich die Kamera überspitzt gesagt „falsch“ ein. Was ja aber eigentlich nicht falsch ist, wenn ich es ja für ein bestimmtes Ergebnis so möchte.

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    1. Das freut mich, liebe Christina. Beide Bilder bewegen sich in einem frei interpretierten, expressiven Raum. Ich denke bei so etwas gar nicht an Regeln, sondern habe ein Bild in meinem Kopf, das ich gerne hinbekommen möchte oder eine Idee, die ich ausprobieren möchte.

      Beim Fotografieren versuche ich nicht zu dunkel zu werden wg der Sensor-Informationen, nichts abschneiden. Ich bin meistens mit der Perspektive so beschäftigt, dass ich eigentlich eher intuitiv fotografiere, aber immer manuell. Unschärfe und Überbelichtung sind ganz bewusste Maßnahmen. Manchmal kommt was Schönes dabei raus 🙂

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  7. liebe bee, deine bilder haben ganz wunderbar zusammengefasst, warum man regeln bewusst manchmal außen vor lassen sollte. sehr schön! danke fürs zeigen! es ist einfach immer wieder toll, was beim experimentieren rauskommt.

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    1. Liebe Christina, es fasziniert mich experimentell zu sein, auszuprobieren, so stelle ich mir kreative Fotografie vor. Weil es meine Interpretation zum Ausdruck bringt.
      Nicht mehr lange und es gibt wieder eine spannende Aufgabe, jeden Monat freue ich mich 😀

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      1. und ich freu mich jeden monat auf deine umsetzung. ich bin sehr gespannt, was das nächste thema bringen wird 🙂

      2. Oh ja, ich auch. Zum Glück werde ich ja bald erleuchtet 😉

  8. Das Fotothema finde ich sehr spannend. Oft haben Bilder, wie hier bei dir, die gegen gängige, gestalterische Regeln verstoßen, etwas sehr künstlerisches an sich. Der Blick bleibt zumindest bei mir dann immer gerne etwas länger am Foto hängen. Da bleibt mir nur zu sagen: tolle Kunst! 🙂

    Lieben Gruß, nossy

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    1. Herzlichen Dank, Nossy. Das freut mich wirklich sehr, ich denke immer die meisten wollen definitiv etwas erkennen. Es ist schön, dass du Spaß an solchen Experimenten hast, das spornt mich wirklich an 🙂

      Liebe Grüße, Bee

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